5G-Auktion überspringt Marke von sechs Milliarden Euro

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Trotz derAuflagen für den Netzausbau läuft die Auktion für die 5G-Frequenzvergabe besser als erwartet: Statt der angestrebten drei bis fünf Milliarden Euro hat die noch laufende Auktion laut Bundesnetzagentur bereits auf eine Gesamtsumme von sechs Milliarden Euro erreicht.
Trotz derAuflagen für den Netzausbau läuft die Auktion für die 5G-Frequenzvergabe besser als erwartet: Statt der angestrebten drei bis fünf Milliarden Euro hat die noch laufende Auktion laut Bundesnetzagentur bereits auf eine Gesamtsumme von sechs Milliarden Euro erreicht. (Bild: Oliver Berg/dpa)

Die Auktion der 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland wird für den Staat immer lukrativer. Die Gebote der Telekommunikationsunternehmen übersprangen am Donnerstag die Schwelle von sechs Milliarden Euro. Der Bund will das eingenommene Geld unter anderem in den Glasfaserausbau auf dem Land stecken.

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen hatte am 19. März am Mainzer Technik-Standort der Behörde begonnen. Teilnehmer sind die drei bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) sowie der Neueinsteiger Drillisch.

Mit insgesamt bereits 405 Bieterrunden in mehr als neun Wochen ist die Versteigerung mittlerweile die mit Abstand längste Frequenzauktion in Deutschland. Ein Ende des Bietermarathons ist dennoch nicht in Sicht. 5G steht für die 5. Mobilfunkgeneration, der Übertragungsstandard ist vor allem für die Industrie wichtig.

Trotz Auflagen und Beschwerden besser als erwartet

Externe Fachleute waren vor Auktionsbeginn von Einnahmen zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen. Doch diese Erwartungen wurden inzwischen deutlich übertroffen. Der Rekord aus der ersten großen Mobilfunkauktion im Jahre 2000, als rund 100 Milliarden D-Mark (rund 51 Milliarden Euro) in die Staatskassen flossen, dürfte dennoch bei weitem nicht erreicht werden. Bei der letzten großen Frequenzauktion 2015 kamen rund 5 Milliarden Euro zusammen.

Die Ausbauauflagen für die Netzbetreiber gelten diesmal als besonders streng. Bis Ende 2022 sollen 98% der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden. (dpa)

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