Open Radio Access Network 5G-Netzwerke mit Standard-Schnittstellen von O-RAN überprüfen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit der Suite Open RAN Architect von Keysight können O-RAN-Anbieter und Mobilfunkbetreiber die Interoperabilität, Leistung, Konformität und Sicherheit von herstellerübergreifenden 5G-Netzwerken überprüfen.

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Die Open RAN Architect von Keysight ermöglicht es O-RAN-Anbieter sowie Mobilfunkbetreiber, herstellerübergreifend 5G-Netzwerke zu überprüfen.
Die Open RAN Architect von Keysight ermöglicht es O-RAN-Anbieter sowie Mobilfunkbetreiber, herstellerübergreifend 5G-Netzwerke zu überprüfen.
(Bild: Keysight)

Frei und unabhängig: das verspricht Open RAN. Open Radio Access Network (O-RAN) bedeutet Cloud, virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware, Open-Source-Software und standardisierte Schnittstellen. Auf proprietäre Chips der Ausrüster soll weitgehend verzichtet werden. Das nicht nur bei 4G, sondern auch bei 5G. Damit die 5G-Dienste bereitgestellt werden können, richten viele Mobilfunkbetreiber Cloud-native und virtualisierte RAN-Architekturen (Radio Access Network) ein, die auf den Spezifikationen der O-RAN Alliance basieren.

Der Übergang zu herstellerübergreifenden Netzwerken führt zu komplexen Interoperabilitäts- und Leistungsanforderungen. Die Leistungsanforderungen erfüllen: Bei End-to-End-Tests, vom Rand des RAN bis zum 5G Core (5GC) sowie von der frühen Pre-Silicon-Entwicklung bis zur Systemintegration.

Aktuelle O-RAN- und 3GPP-Spezifikationen

Sie benötigen integrierte, virtualisierte und Cloud-native-Anwendungen: Die Anbieter von Funkmodulen (O-RUs), verteilten Modulen (O-DUs), zentralen Modulen (O-CUs) und schließlich RISs (RAN Intelligent Controller). Erst damit lässt sich die Funkleistung validieren, die notwendige Interoperabilität zwischen Netzwerkelementen herstellen und schließlich als wichtiger Punkt, die O-RAN- und 3GPP-Spezifikationen einhalten.

„Unser Angebot an End-to-End-Open-RAN von Keysight ermöglicht es, Komponenten auf jeder Ebene des Protokollstacks zu verifizieren. Nur dann ist sichergestellt, dass die Subsysteme wie erwartet und aufeinander abgestimmt funktionieren“, sagt Giampaolo Tardioli, Vice President und General Manager der Network Access Group von Keysight.

O-RAN kompatible Geräte

Um die entsprechenden Geräte für O-RAN zu entwickeln, bietet Keysight sein Open RAN Architect (KORA). Die Suite ist auf den Workflow in der Lieferkette zugeschnitten, der aus Chipsatzherstellern, Herstellern von Netzwerk-Equipment (NEMs), Mobilfunkbetreibern und OTICs (Open Test and Integration Centers) besteht. Laut Hersteller können Anwender auf ein gemeinsames Set von Anwendungen zugreifen, um Ergebnisse gemeinsam zu nutzen und damit den gesamten Workflow zu vereinfachen: Von der Chip-Entwicklung bis zur Einrichtung in der Cloud.

Abgedeckt werden sowohl 3GPP- als auch O-RAN-Tests. Die Open RAN Architect (KORA) kann:

  • Chip Designer Suite: Chipsatz-Anbieter können die Konformität von O-RAN-Designs mit den O-RAN-Spezifikationen des O-RAN-Simulationstools überprüfen.
  • NEM Suite: Ist für Anbieter von Open-RAN-Hardware und -Software ausgelegt, um die O-RAN-Spezifikationen sowie die Interoperabilität zu überprüfen. Sie stellt sicher, dass jede Funktion wie erwartet in ein herstellerübergreifendes Open RAN integriert werden kann.
  • Operator Suite: Hier können Mobilfunkbetreibern die Konformität, Interoperabilität und Leistung von Subsystemen überprüfen.
  • OTIC Suite: Ein Open Test and Integration Center (OTIC) kann die Konformität, Interoperabilität und Leistung validieren, damit die O-RAN-Spezifikationen in reproduzierbaren und automatisierten Prozessen eingehalten wird.

Bereits kurz nach der Gründung trat Keysight der O-RAN-Alliance bei. Dort tauschen sich wichtige Telekommunikations-Anbieter wie die Deutsche Telekom oder AT&T aus und haben ein tiefgreifendes Fachwissen über die O-RAN-Standards aufgebaut. Als Ansprechpartner der O-RAN Alliance Security Task Group treibt Keysight das Thema Sicherheit in offenen RANs voan.

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