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5G macht „dumme“ Sortieranlage smart

Redakteur: Jürgen Schreier

Ericsson, Wandelbots und die TU Dresden zeigen im Rahmen des Mobile World Congress 2018 in Barcelona, wie durch eine virtuelle Funktionserweiterung von Kameras aus einer normalen Anlage eine smarte Sortiermaschine wird.

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"Ballspiele": Industrie-4.0-Demo auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona
"Ballspiele": Industrie-4.0-Demo auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona
(Bild: obs/Ericsson)

Auf Basis eines 5G-Kernnetzes werden handelsübliche Kameras, die an einem Roboter befestigt sind, durch eine Cloud-basierte virtuelle Funktion erweitert. Durch diese Erweiterung „erkennt“ der Roboter das zu sortierende Material eigenständig.

Präzises Sortieren dank Latenz im Millisekundenbereich

Eine smarte Sortiermaschine, die in kürzester Zeit zwischen zwischen zwei Werkstoffen unterscheiden kann? Mithilfe der neuesten Mobilfunktechnologie (5G) wird dieser Traum eines jeden Roboterentwicklers auch auf der Basis einfacher, maschineller Aufbauten Wirklichkeit.

Bei der Demonstration auf dem MWC in Barcelona simulieren Bälle in den Farben Rot und Blau unterschiedliche Materialien, die in die Maschine geschüttet werden. Während die Bälle herabfallen erkennt der Roboter durch die virtuell erweiterten Kameras die Farbe. Die Sortierung wird - noch bevor die Bälle den Boden der Maschine erreichen - ausgelöst.

Die Demo zeigt den Nutzen von 5G und der damit ermöglichten kurzen Latenz für das Anwendungsgebiet Industrie 4.0 auf. Denn erst durch durch die kurze Ende-zu-Ende-Reaktionszeit (Latenz) von 20 Millisekunden wird das Aufbau möglich.

„IKT wird künftig bei der Digitalisierung von Produktionsanlagen eine große Rolle spielen - nicht zuletzt wegen möglicher Kosteneinsparungen durch virtuell erweiterte Maschinen“, erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. „Eine besonders wichtige Rolle bei der Entwicklung solch innovativer Ideen wie dieser spielt unser Forschungs- und Entwicklungszentrum Eurolab in Aachen. Hier erforschen wir mit unseren Industriepartnern immer wieder völlig neue 5G-Anwendungsfälle.“

Neben der kurzen Latenz spielt bei 5G auch die Sicherheit eine große Rolle. „Wir freuen uns, mit Ericsson einen für seine Zuverlässigkeit und Sicherheit bekannten Partner gewonnen zu haben“, verdeutlicht Christian Piechnick, Geschäftsführer der Wandelbots GmbH. „Im Kontext von smarten Fabriken ist eine integre Kommunikationsinfrastruktur unerlässlich. Kommunikationsnetze mit derartig geringer Latenz und hoher Zuverlässigkeit ermöglichen völlig neue Anwendungsarchitekturen. Das wird die Softwareentwicklung von adaptiven und intelligenten Industrieanlagen grundlegend vereinfachen und beschleunigen.“

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry-of-things.de.

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