3-D-Scan 500 Kulturgüter für die Nachwelt erhalten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

500 wertvolle Kulturgüter sollen gescannt und somit für die Nachwelt zu erhalten bleiben. Dazu hat der 3-D-Spezialist Artec sich mit einer Non-Profit-Organisation zusammen geschlossen.

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Ein Relief für mit dem Handscanner digitalisiert. Auf diese Weise sollen 500 Kulturgüter für die Nachwelt erhalten bleiben.
Ein Relief für mit dem Handscanner digitalisiert. Auf diese Weise sollen 500 Kulturgüter für die Nachwelt erhalten bleiben.
(Artec Group und CyArk)

Kriege oder Naturkatastrophen sind die größten Gefahren für die Kulturgüter der Menschheit. Sie für nachkommende Generationen zu sichern ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Jetzt haben sich die Artec Group, ein Entwickler und Hersteller von 3-D-Hard- und Software, und eine Non-Profit-Organisation zusammen geschlossen, um die 500 bedeutendsten Kulturdenkmäler digital zu archivieren.

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Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen die beiden Unternehmen Kulturdenkmäler in den nächsten fünf Jahren erfassen und archivieren. Der Name des Projektes lautet „CyArk 500 Challenge“ und erfasst mit Laser-Scanning, digitalen Modellen und anderen modernen Techniken die Objekte. Die digitale Langzeitarchivierung findet im Kulturressourcenmanagement, der Zustandsbewertung, Objekterhalt, Restaurierung, Rekonstruktion, Strukturanalyse, Interpretation, Bildung und Kulturtourismus Anwendung.

„CyArk 500 Challenge“ wurde im Oktober 2013 ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, 500 Kulturdenkmäler digital zu archivieren, bevor sie durch Kriege, Terrorakte, Brandstiftung, Zersiedlung, Klimaveränderungen, Erdbeben, Überschwemmungen und andere Katastrophen zerstört werden. Die 3-D-Handscanner helfen, das Ziel zu erreichen. Dank den Scannern lassen sich komplexe Objekte unter den verschiedensten Einsatzbedingungen digitalisieren. Große Baudenkmäler beherbergen oft Objekte wie Statuen oder Flachreliefs mit einer komplizierten Geometrie. Im Anschluss werden die Objekte mit den Daten aus terrestrischen Laserscans ergänzt.

Komplizierte Geometrien sind kein Problem

Mehr als 150 Kulturstätten wurden für „500 Challenge“ nominiert – 80 davon wurden genehmigt und über 60 bereits digitalisiert. Hierzu gehören Pompeji, das Opernhaus von Sydney und der Schiefe Turm von Pisa.

Mit den 3-D-Scannern von Artec wurden bereits kleiner Objekte und Oberflächen mit komplizierter Geometrie gescannt. Unter anderem für den Stufenbrunnen Rani ki Vav in Indien und das Washington Monument in der US-amerikanischen Hauptstadt. Im August 2014 scannte das CyArk-Team mithilfe der Artec-Technik die Assyrische Sammlung des Britischen Museums. Die anhand der Scans erstellten 3-D-Modelle sollen dem Betrachter den Zugang zu diesen Objekten erleichtern.

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