LED-Beleuchtung 5 spannende Trends im Vorfeld der Light + Building

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die Light + Building wirft ihre Schatten voraus: 2100 Hersteller aus 50 Ländern werden im April ihre Neuheiten präsentieren. ELEKTRONIKPRAXIS hat für Sie auf der Preview-Veranstaltung fünf Trends aufgespürt, die den Besucher erwarten werden.

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Vom 15. bis 20. April werden sich in der Messestadt Frankfurt/Main über 2100 Hersteller aus 50 Ländern präsentieren, um ihre Trends für Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation und Software für das Bauwesen zu zeigen. Das Leitthema wird in diesem Jahr die Energie-Effizienz sein.

Ein Top-Thema wird die Digitalisierung des Lichts sein. Wie wird die Wende zu einer dezentralen Energieversorgung erreicht? Wie wird ein nachhaltiges Energiemanagement in so genannten Smart Grids garantiert?

Energieeffizienz wird die wichtigste Brückentechnologie auf dem Weg zur Energiewende sein. Der Gebäudesektor bietet mit 40% Anteil am Gesamtenergieverbrauch hier hohe Einsparpotenziale.

1. Trend: Der Weg zum effizient arbeitenden Gebäude

Das Gebäude soll zum effizient arbeitenden Energieverbraucher, -speicher und -erzeuger werden. Also eine Art grünes Kraftwerk, das dezentral gemeinsam mit vielen anderen Verbrauchern und Erzeugern intelligent vernetzt ist. Eines von vielen Beispielen sind neue Lichttechnologien wie etwas LED und OLED.

LED-Leuchten sind nach Ansicht des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) die Grundlage für die verschiedensten Anwendungen. In Kombination mit Lichtmanagementsystemen ergeben sich große Energieeinsparpotenziale.

Hier soll nach ZVEI das Potenzial zum Senken des Stromverbrauchs durch eine effiziente Beleuchtung in Deutschland bei 20 TWh pro Jahr liegen. Das entspräche der Energieproduktion von sieben Kraftwerksblöcken der 400-MW-Klasse.

So wird Honeywell auf der Messe seine verschiedenen Marken wie PEHA, homeexpert by Honeywell oder Friedland präsentieren. Honeywell hat feststellen können, dass für Kunden die Sicherheit, Zuhause, Vertrauen und Verantwortung gestiegen sind. Die Generation 50+investiert mehr für ihr Eigenheim. Bei der Lichtsteuerung wird unter der Marke PEHA ein Lichtsteuerungssystem präsentiert. Vorwiegend für den Einsatz in gewerblichen Objekten und im öffentlichen Raum, sollen sich die Stromkosten um bis zu 80% senken lassen.

2. Trend: LED-Beleuchtung von Osram nach dem Zhaga-Standard

Von Osram kommen ausgewählte Neuheiten: Ein Ersatz für die 75-W-Glühlampe auf Basis einer LED. Hinzu kommt, dass dieses Modell nach dem Zhaga-Standard konzipiert wurde. Die Parathom Classic A75 passt in eine E27-Fassung und ist als LED-Retrofit eine neue Lichtquelle für die alten Sockel. Das Leuchtenmodell ist damit ein guter Einstieg in die Beleuchtung mit LED. Einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey soll sich die Zahl der verkauften Retrofits in den kommenden fünf Jahren verdreifachen und zu Beginn des kommenden Jahrzehnts die der Energiesparlampen überholen.

Ein Problem für die Leuchtenhersteller sind die großen Leistungssprünge bei den LEDs und die damit verbundenen technischen Änderungen. Bei jeder neuen LED-Generation ist es bald erforderlich, ein neues Leuchtendesign zu entwickeln. Hier soll Standardisierung helfen. LED-Module sind Einheiten mehrerer zusammen geschalteter LEDs. Damit sie auch universell einsetzbar sind, haben sich derzeit 170 Unternehmen der Lichtbranche im Zhaga-Konsortium zusammengeschlossen.

Auf der nächsten Seite: Der Zhaga-Standard als Grundlage für mehr Flexibilität

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