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Bis 2019: 40 Prozent aller Roboter gehen nach China

| Redakteur: Franz Graser

Der asiatische Wirtschaftsraum setzt auf Industrieroboter: In fünf Jahren stieg die Zahl der operativen Einheiten um 70 Prozent auf 887.400 (2010-2015). China macht als weltweit größter Absatzmarkt für Industrie-Roboter alleine 43 Prozent der gesamten Verkäufe in der Asienregion aus. Das meldet die International Federation of Robotics (IFR).

Leichtbauroboter von KUKA: In den Jahren 2010 bis 2015 wurden in Asien fast 900.000 Industrieroboter installiert.
Leichtbauroboter von KUKA: In den Jahren 2010 bis 2015 wurden in Asien fast 900.000 Industrieroboter installiert.
(Bild: KUKA Aktiengesellschaft)

Allein im Geschäftsjahr 2015 kletterten die Verkaufszahlen industrieller Roboter um 19 Prozent auf 160.600 Einheiten. Das ist neuer Rekord - das vierte Jahr in Folge.

Das Reich der Mitte wird auch in Zukunft größter Wachstumstreiber sein und seine führende Rolle weiter ausbauen. Bis 2019 installiert China rund 40 Prozent des weltweiten Angebots. Der Wachstumstrend für Roboter-Installationen dürfte sich den Prognosen zufolge in allen größeren Absatzmärkten für Roboter in Asien fortsetzen: Südkorea, Japan, Taiwan und weitere südostasiatische Länder.

Die Elektro- und Elektronikindustrie zeigte sich als größte Wachstumsbranche in Asien. Der Absatz stieg 2015 sprunghaft um 41 Prozent auf 56.200 Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Die Automobilindustrie kaufte 54.500 Robotereinheiten – ein Plus von 4 Prozent.

Damit installierte die Elektro- und Elektronikindustrie in Asien erstmals mehr Industrieroboter als die Automobilbranche und verdoppelte den Absatz innerhalb von nur fünf Jahren.

Das produzierende Gewerbe – nach Anzahl der eingesetzten Industrie-Roboter mit Abstand der größte Sektor – verzeichnete ein jährliches Wachstum von 25 Prozent auf 149.500 Einheiten im Jahr 2015.

Mit Fokus auf die Roboterdichte steht Südkorea weltweit an der Spitze. Hier kommen 531 Industrie-Roboter auf 10.000 Arbeitnehmer, gefolgt von Singapur (398 Einheiten) und Japan (305 Einheiten). Diese drei asiatischen Volkswirtschaften rangieren weltweit an der Spitze unter den zehn fortschrittlichsten Industrieländern. Die durchschnittliche globale Roboterdichte liegt bei 69 Einheiten per 10.000 Arbeitnehmer.

„China wird seinen Wachstumskurs als dynamischer Zukunftsmarkt für die Roboterindustrie fortsetzen“, sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics. „Die Technologiestrategie 2025 der chinesischen Regierung wird einen wichtigen Beitrag zur Automatisierung leisten. Ziel Chinas ist es, die weltweite Technologieführerschaft bei der Automatisierung zu erobern

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