3D-Drucker eint FFF-Druck, CNC-Fräse und Laserschneider

| Redakteur: Margit Kuther

Multitool: der 3D-Drucker ZMorph VX
Multitool: der 3D-Drucker ZMorph VX (Bild: RS Components)

Der 3D-Drucker ZMorph VX ist ein Multi-Tool, denn er bietet austauschbare Werkzeugköpfe für Kunststoffextrusion, CNC-Fräsen und Lasergravur.

Der ZMorph VX, ein Desktop-Multi-Tool-3D-Drucker, vereint einen FFF-3D-Drucker (Fused Filament Fabrication), eine CNC-Fräse und einen Laserschneider einschließlich eines Gravurkopfes.

Er bietet Ingenieuren, Designern, Künstlern und Lehrpersonal, die an Einzelprojekten arbeiten, im Prototyping oder sogar der Massenproduktion tätig sind, professionelle Druckqualität, Zuverlässigkeit und eine Auswahl an Dutzenden von Fertigungsmaterialien.

Der ZMorph VX lässt sich zum einen als einfacher 3D-Basisdrucker verwenden. Jederzeit kann er dann mit zusätzlichen austauschbaren Werkzeugköpfen für Extrusion, CNC-Fräsen oder Lasergravur aufgerüstet werden. Zum anderen ist er als komplettes Set mit allen Werkzeugköpfen und Zubehör verwendbar.

Verschiedenste Kunststoffe für den 3D-Druck

Die Hauptdruckereinheit verfügt über ein solides Aluminiumgehäuse mit vollständig gekapselter Elektronik, eine flache 3D-Arbeitsfläche aus Borosilikat, einen verstärkten X-Achsen-Schlitten und einen LCD-Touchscreen. Das vollautomatische Kalibriersystem sorgt für gute Nutzerfreundlichkeit.

Das 3D-Druckset weist einen 1,75-mm-Einzelkunststoffextruder mit 0,3-mm-Düse (zusätzliche Düsengrößen von 0,2 und 0,4 mm sind erhältlich), eine beheizte Arbeitsfläche für den 3D-Druck, einen Lüfter sowie ein Starterpaket mit Fixiermittel und PLA Filamentmaterial auf. Eine Vielzahl anderer Kunststoffe kann für den 3D-Druck verwendet werden, darunter ABS und seine Derivate, PVA, PET, ASA, Nylon, stoßfestes Polystyrol, TPU und einige thermochrome und flexible Kunststoffe.

Mit dem optionalen Dual-Extruder-Werkzeugkopf können Modelle aus zwei verschiedenen Materialien gleichzeitig erstellt werden. So lassen sich sehr detaillierte mechanische Modelle mit wasserlöslichen Trägermaterialien drucken oder farbige Bilder auf 3D-Objekten platzieren. Eine austauschbare “Hot End”-Mischerdüse mischt während der Extrusion unterschiedlich gefärbte Materialien in unterschiedlichen Anteilen, so dass Farbverläufe und abgestufte Farbabweichungen möglich sind.

Der CNC-PRO-Werkzeugkopf verwandelt den VX in eine Desktop-CNC-Fräs- und Graviermaschine für Holz, Polycarbonat, Kohlefaserplatten, HDPE, Acrylglas, Bearbeitungswachs, Dibond-ähnliche Verbundwerkstoffe, Kupferlaminate für Leiterplatten, POM-Acetal und PVC-Schaum. Die 3D-Druckarbeitsfläche kann gegen einen robusten Aluminium-CNC-Arbeitstisch mit voreingestellten Öffnungen ausgetauscht werden. Das Ergebnis ist eine flache, stabile Oberfläche und Gegenstände lassen sich einfach einspannen.

Eigentlich nicht druckbare Modelle druckbar machen

Der Laser PRO-Werkzeugkopf kann Materialien wie Holz, Leder, Kupferlaminat, Papier, Pappe, und Filz gravieren und/oder schneiden. Die Voxelizer-Software von ZMorph bietet eine intuitive Benutzeroberfläche für Einsteiger und Fortgeschrittene, die eine Feinjustierung ihres 3D-Drucks, des CNC-Routing und der Lasergravur bevorzugen. Die neueste Version enthält 3D-Filter, die helfen, eigentlich nicht druckbare Modelle mithilfe intelligenter Unterstützungsstrukturen druckbar zu machen.

Der Arbeitsbereich des ZMorph VX misst 250 x 235 x 165 mm (abhängig vom Werkzeugkopf). Die Positioniergenauigkeit beträgt 14 Mikrometer für die X- und Y-Achse sowie 0,6 Mikrometer für die Z-Achse. Die Schichtauflösung liegt zwischen 50 und 400 Mikrometer.

(Vertrieb durch RS Components)

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Dieser ZMorph beeindruckt mich besonders. Neben der bisherigen außerordentlich guten Druckqualität...  lesen
posted am 07.03.2019 um 22:01 von Unregistriert


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