Suchen

3D-Display und Industrie-Roboter: Technik muss langlebig und nachhaltig sein

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Neben technischer Präzision spielt das Design eine entscheidende Rolle, aber auch Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. All diese Kriterien fließen in den German Innovation Award ein, den der Rat für Formgebung zum dritten Mal auslobte.

Firmen zum Thema

Das 3D-Display als ein zentrales Element für die Interaktion zwischen Fahrer, Insassen und dem Fahrzeug. Die Eingabe erfolgt berührungslos. Auch oder gerade Elektronik muss langlebig und vor allem nachhaltig sein.
Das 3D-Display als ein zentrales Element für die Interaktion zwischen Fahrer, Insassen und dem Fahrzeug. Die Eingabe erfolgt berührungslos. Auch oder gerade Elektronik muss langlebig und vor allem nachhaltig sein.
(Bild: Continental Automotive)

Zum dritten Mal zeichnete der Rat für Formgebung mit dem „German Innovation Award“ zukunftsweisende Entwicklungen aus, die nachhaltig Wirkung zeigen und für den Nutzer einen Mehrwert bieten. Mit den insgesamt rund 700 Einreichungen zeigt der deutsche Mittelstand seinen Weg in die digitalisierte Zukunft.

Die aktuelle weltweite Transformation zwingt Unternehmen zum Umdenken in Bezug auf digitale Werkzeuge und Prozesse. Der German Innovation Award unterstützt Unternehmen auf ihrem Weg, indem er erfolgreiche Entwicklungen für alle sichtbar macht.

Harte Kriterien für einen Industrie-Preis

Kriterien für die Bewertung sind neben dem Nutzen für den Anwender die Wirtschaftlichkeit und der Grad der Innovation. Dabei soll die Innovationsstrategie Aspekte wie soziale, ökologische, ökonomische Nachhaltigkeit und den Energie- und Ressourceneinsatz berücksichtigen. Hinzu kommen Faktoren wie Standort- und Beschäftigungspotenzial, Langlebigkeit, Marktreife, technische Qualität und Funktion, Materialität und Synergieeffekte. Die Jury besteht aus Physikern, Patentberatern, Informatikern, Finanzierungspezialisten, Produktdesignern, Technologie-Historikern und Marketeers.

Initiiert und durchgeführt wird die Vergabe des German Innovation Award vom Rat für Formgebung, der 1953 vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufen und vom Bundesverband der Deutschen Industrie gestiftet wurde. Seit nunmehr 66 Jahren verfolgt die Stiftung das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu fördern.

3D-Display für die Interaktion

Alle Preisträger aus dem Jahr 2020 finden Sie in einer Übersicht. Die ELEKTRONIKPRAXIS hat sich drei Preisträger näher angeschaut, die sehr gut in das Umfeld Elektronik passen.

Mit dabei ist das Natural 3D Centerstack Display. Hierbei handelt es sich um ein User Interface, das von der Continental Automotive aus Babenhausen entwickelt wurde.

Ein 3D-Display dient als zentrales Interaktionsinstrument und wandert in das Fahrzeugcockpit. Dank der Lichtfeld-Technik bekommen alle Passagiere ein natürliches 3D-Erlebnis. Eine spezielle Brille oder eine Head-Tracker-Kamera sind nicht notwendig. Dreidimensionale Hervorhebungen und komplexe Lichteffekte verbessern den Joy of Use des User Interface und haben einen positiven Einfluss auf Attraktivität, UX und Akzeptanz.

Die Touch-Bedienung wird durch ein aktives haptisches Feedback unterstützt. Damit wird sowohl Komfort und Bediensicherheit erhöht. Über berührungslose Gesten kann der Anwender interaktiv mit virtuellen 3D-Objekten agieren. Darüber hinaus erleichtert die 3D-Darstellung dem Nutzer die Abschätzung von Entfernungen und reduziert die Reaktionszeit bei unerwarteten Ereignissen.

Industrie-Roboter mit Feingefühl

Dank Sensorik und Bildverarbeitung ist der Yuanda-Roboter ein feinfühliger Industrie-Roboter.
Dank Sensorik und Bildverarbeitung ist der Yuanda-Roboter ein feinfühliger Industrie-Roboter.
(Bild: Yuanda Robotics)

Bei dem Yuanda-Roboter handelt es sich um einen kollaboratives und für die Industrie entwickeltes Powertool. Entwickelt wurde der Roboter in Deutschland von einem internationalen Team. Er vereint integrierte Feinfühligkeit und Bilderkennung für eine autonome, kontrollierte Objekthandhabe sowie eine sichere und direkte Zusammenarbeit mit Menschen. Der Hersteller hat sämtliche Schnittstellen übersichtlich gestaltet und sind selbst für Endanwender zugänglich.

Zusammen mit der mobilen Plattform CARGO bildet der Yuanda Robot ein in sich geschlossenes System. Durch Selbstlokalisation des Roboters und rein visuelle Maschinenkommunikation können kollaborative Automatisierungslösungen in unterschiedlichsten Umgebungen und auch in kleinen Betrieben wirtschaftlich realisiert werden.

Über HMI mit dem Fahrzeug interagieren

Moderne Fahrzeuge haben eine zentrale Schnittstelle mit dem Fahrer. Dabei kommt es neben dem HMI-Design auf eine einfache und übersichtliche Bedienung an.
Moderne Fahrzeuge haben eine zentrale Schnittstelle mit dem Fahrer. Dabei kommt es neben dem HMI-Design auf eine einfache und übersichtliche Bedienung an.
(Bild: Faurecia Automotive)

Durch das HMI-Design und die übersichtliche Bedienung vereinfacht Trenza die Interaktion mit dem Fahrzeug – vom zentralen Touchscreen-Display über das individuelle Unterhaltungssystem bis hin zu dem in die Armlehne integrierten persönlichen Bedienfeld.

Dank der neuen grafischen Multiview-Oberfläche ist der Benutzer in der Lage, häufig genutzte Anwendungen oder Dienste über das Infotainment-Display mit Lesezeichen versehen und verwalten. Darüber hinaus ist es mit Trenza einfacher möglich, zwischen den Einstellungen und Präferenzen zu wechseln – unabhängig davon, ob es sich um die Klimaanlage, Audioanlage oder Sitze handelt.

(ID:46824676)