20 Jahre Rigol: Der Traum eines chinesischen Entwicklers wurde Realität

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit Rigol hat es ein chinesisches Messtechnik-Unternehmen geschafft, auf dem Weltmarkt anzukommen. Das konnte Yue Wang vor 20 Jahren nicht ahnen, als er mit zwei Partnern den Grundstein für den Erfolg legte.

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Yue Wang, Präsident von Rigol, kann stolz auf 20 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.
Yue Wang, Präsident von Rigol, kann stolz auf 20 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.
(Bild: Hendrik Härter)

„Alles begann mit einem Traum“: Das waren die Worte von Yue Wang, einem der drei Gründer von Rigol, als er vor versammelter Presse stolz auf die Gründung von Rigol vor 20 Jahren zurückblickte. Gefeiert wurde allerdings am 19. Oktober im Puyuan College bei Rigol.

Gegründet wurde das chinesische Unternehmen 1998 und ist bis heute ein High-Tech-Unternehmen. Das ist nicht selbstverständlich für ein chinesisches Unternehmen. Ungewöhnlich ist auch, dass man das einzige Unternehmen aus der Test- und Messbranche aus China ist, das sich eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung leistet. Somit kann Rigol nach 20 Jahren mit den internationalen Branchengrößen aus der Messtechnik mithalten.

15% für Forschung und Entwicklung

Jedes Jahr investiert man durchschnittlich 15% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung und verfügt auch über eigene Schlüsseltechnologien. Bisher hat Rigol 545 Patente angemeldet, von denen 462 Erfindungspatente sind und 382 Patente erteilt worden sind. Zu den Entwicklungen gehören unter anderem Chinas erstes Digital-Oszilloskop, die Serie DS5000. Die Serie DS6000 war das erste Hochleistungs-Digitaloszilloskop mit einer Bandbreite von 1 GHz und 5 GS/s sowie auch der erste Oszilloskop-Chipsatz mit dem Namen Phoenix Block.

Mit Beginn der Partnerschaft der drei Gründer arbeiten heute 400 Mitarbeiter, davon allein 100 in Forschung und Entwicklung. Außerdem entwickelte Rigol 25 Serienprodukte. Im Jahr 2012 eröffnete Rigol seine Europa-Niederlassung in der Nähe von München und im Jahr 2014 verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz sowie seine Produktionsstätte nach Suzhou.

In den Jahren 2012 bis 2018 hat Rigol allein in Europa rund 60.000 Oszilloskope, 18.000 Signalgeneratoren und 6500 Spektrum-Analysatoren verkaufen.

Der Höhepunkt war im Jahr 2017, als man mit dem Phoenix-Chipsatz ein neues Herzstück für die Oszilloskope auf den Markt brachte. Anfang 2018 brachte Rigol dann das Digital-Oszilloskop mit der Chip-Technik und der UltraVisionII-Plattform international heraus.

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