20 Jahre Condor: Ein Flying-Probe-Testsystem feiert Geburtstag

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Trotz stetiger Weiterentwicklung und technischem Fortschritt sind auch heute viele der ersten Condor-Modelle noch im Einsatz.
Trotz stetiger Weiterentwicklung und technischem Fortschritt sind auch heute viele der ersten Condor-Modelle noch im Einsatz. (Bild: Digitaltest)

Entwickelt als In-Line-System in 1999 hat sich der robuste Condor bewährt und an die sich verändernden Anforderungen angepasst – und trotzdem sind heute noch viele der ersten Modelle weltweit im Einsatz.

Was in einer kleinen Halle unweit des heutigen Firmengebäudes entstand, ist heute international erfolgreich. Trotz stetiger Weiterentwicklung und technischem Fortschritt sind auch heute viele der ersten Condor-Modelle noch im Einsatz.

Warum das so ist? In unserer schnelllebigen Welt mit vielen technischen Veränderungen rentiert sich ein Flying-Probe-Testsystem heute viel schneller als früher und ist durch seine Robustheit eine Investition fürs Leben.

Ein langlebiges und zuverlässiges Testsystem

Der erste Condor wurde 1999 entwickelt und war ein In-Line-System. Anfänglich wurde der Condor hauptsächlich in den USA und in England verkauft. Um auf die speziellen Anforderungen von EMS-Dienstleistern einzugehen, entwickelte Digitaltest anschließend den Condor-XL für größere Boards.

2008 wurde der erste Condor Front Loader konzipiert, um manuelles Laden und Entladen der Boards zu vereinfachen. Seit 2010 wurden vermehrt Flying-Probe-Tester verkauft und die Nachfrage wird deutschland- und europaweit immer größer.

Ende 2015 wurde der erste MTS 505 entwickelt mit dem größere und schwerere Baugruppen getestet werden können. Die jüngste Innovation aus 2018, eine Farbkamera für Flying-Probe, wurde entwickelt um dem Anwender mithilfe der Kamerabilder das Validieren von Testpunkten und das Finden von Fehlern zu erleichtern.

Leistungsumfang von Flying Prober erweitert sich stetig

Heute verändert sich der Markt vor allem in Richtung One-Stop-Teststrategien. Flying Prober, die nicht nur den reinen ICT abdecken, sondern auch funktionale Tests, Boundary Scan und Flash Programmierung bieten, können eine höhere Fehlerabdeckung bei unwesentlich höherer Testzeit erreichen. Somit können mehrere Testplätze in einen einzelnen Testplatz integriert werden, wodurch die Kosten für zusätzliches Equipment, Personal und Schulungen deutlich reduziert werden können.

Die Vorteile des Condors zur Umsetzung einer solchen One-Stop Strategie liegen auf der Hand. In der Vergangenheit ersetzte das Flying Probe Testsystem zunächst die klassischen In-Circuit-Testsysteme vornehmlich nur für den Einsatz von Musterserien in der Produktion (NPI). Heutzutage kann ein Flying Prober gepaart mit einfachen, kostengünstigen Adaptionen eine wirtschaftliche Alternative zum klassischen In-Circuit-Test oder Funktionstest darstellen.

Mit entsprechenden Adaptionskonzepten kann nicht nur der Durchsatz erhöht werden, sondern auch die Testtiefe, sodass heutige Flying Prober auch im Serienbetrieb wirtschaftlich eingesetzt werden können. Die Vorteile der zeitnahen Einsetzbarkeit für Protottypen-Tests, den Einsatz in Musterserien und die einfache Programmanpassung bei Layout-Änderungen sind mit keinem anderen elektrischen Verfahren zu erreichen. Diese Flexibilität gepaart mit der verkürzten Testzeit durch einfache Adapter, macht den Condor besonders attraktiv.

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