Aufgemerkt 1989: Der Game Boy von Nintendo

Redakteur: Lea Drechsel

Am 21. April 1989 brachte Nintendo die erste Handheld-Spielkonsole auf den Markt und damit Videospiele in die Schulranzen. Der 8-Bit-CMOS-Prozessor der grauen Box aus Japan kam auf 4,19 MHz Taktfrequenz. Zum Vergleich: Der aktuelle Nintendo 3DS läuft mit 266 MHz doch etwas zügiger.

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Das erste Exemplar in der Reihe der der Game Boys, zunächst nur in grau, später auch in gelb, blau, rot oder für Technikfans in transparentem Gehäuse erhältlich.
Das erste Exemplar in der Reihe der der Game Boys, zunächst nur in grau, später auch in gelb, blau, rot oder für Technikfans in transparentem Gehäuse erhältlich.
(Bild: Evan Amos/Public Domain)

Der dreifarbige LCD-Bildschirm erreichte mit seinem Display von 4,7 x 4,3 cm eine Bildschirmauflösung von 86 Punkten pro Zoll. Anfang der 90er-Jahre gab es den Game Boy auch mit bunter Schale zu kaufen. Der Game Boy mit farbigem Display kam erst einige Jahre später. „Ganz gleich, wie der Game Boy aussieht, er bietet immer maximalen Spaß bei minimalem Platzbedarf,“ kommentierte der Hersteller.

Nintendo Gameboy Werbung von 1989

Mit kompakten Abmessungen (14,8 x 9 x 3 cm) und damals revolutionär leichten 300 g Gewicht beeindruckte er im Lauf der Zeit rund 100 Millionen Käufer. Das Spiel „Tetris“ war standardmäßig dabei und galt bald als meistgekauftes Spiel weltweit. Andere beliebte Titel waren „Super Mario Land“ und „Pokémon“ in diversen Ausgaben.

In der Rubrik „Aufgemerkt“ stellt die Redaktion ELEKTRONIKPRAXIS regelmäßig Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik und Elektrotechnik vor.

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