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18. Würzburger EMS-Tag im Zeichen der Corona-Krise

| Redakteur: Johann Wiesböck

Die Manager und Topspezialisten der EMS-Industrie treffen sich unter schwierigen Vorzeichen am 3. September zum 18. Würzburger EMS-Tag. Es geht um die Bewältigung der Corona-Folgen und die Zukunft der ganzen Branche.

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Marktforscher Dieter G. Weiss von in4ma präsentiert auf dem EMS-Tag nicht nur viele Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch klare Ansagen zur Zukunft der Branche.
Marktforscher Dieter G. Weiss von in4ma präsentiert auf dem EMS-Tag nicht nur viele Zahlen, Daten und Fakten, sondern auch klare Ansagen zur Zukunft der Branche.
(Bild: in4ma)

Noch nie war der Würzburger EMS-Tag so wertvoll wie in diesem Jahr. Die Folgen von Corona erschüttern die EMS-Industrie und verschärfen bekannte systemische Problemstellungen wie zu geringe Rendite und dünne Kapitaldecke. Die Führungskräfte der EMS-Branche erwarten auf dem 18. EMS-Tag deshalb sechs hochkarätig Vorträge zu Marktentwicklung, Unternehmensstrategie und Krisenbewältigung. Zwei Technikspezialisten blicken in die technologische Zukunft und auf das Software-defined Manufacturing.

Und wie immer gibt es sehr viel Raum für den Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmern, Referenten und Ausstellern. Dieser persönliche Austausch beginnt bereits am 2. September in der Abendveranstaltung mit Dinner auf der Terrasse des Restaurants „REISERS“ im Weingut am Stein. Am Morgen des 3. September eröffnet dann David Kohl, Chefvolkswirt bei Julius Bär, die Vortragsreihe. Er zeigt die aktuelle Wirtschaftsentwicklung im Zeichen von Coronavirus und analysiert die Folgen für Industrie und Gesellschaft.

Die Europäische EMS-Industrie – Zahlen, Daten und Fakten

Zahlen sind die Welt von Dieter G. Weiss. Er ist seit vierzig Jahren in der Elektronikindustrie tätig und arbeitet nun schon 14 Jahre im Bereich der Marktstatistiken sowohl für Hybridschaltungen als auch für die EMS-Industrie. Seine Marktstatistiken sind unter der Marke in4ma (Information 4 manufacturers) bekannt. Der Vortrag von Dieter G. Weiss lautet „Die Europäische EMS-Industrie: Zahlen, Daten, Fakten und wie es weiter geht“.

Unsere Welt verändert sich rasant. Und COVID-19 zündet nun den Turbo der Digitalisierung. Aber was bedeutet das für Organisationen und Unternehmen? Interessante Antworten darauf gibt Prof. Dr. Gerald Mann, Volkswirt und Studienleiter der FOM München. Sein Vortrag trägt den Titel „Kapitalismus ohne Kapital: Warum Humankapital im Zeitalter der Digitalisierung wichtiger wird“.

Mit weiteren substanziellen Managementfragen befassen sich Jan Pörschmann von Proventis Partners im Vortrag „M&A in der EMS-Industrie“, Michael Schwienbacher von der Schwienbacher-Gruppe in seinem Erfahrungsbericht „Mehr Wachstum und höhere Renditen sind auch für kleinere EMS-Unternehmen erreichbar“ und Dr. Marc Achhammer von der KATEK SE Group in seinem Ausblick „Wie sieht die EMS-Branche in zehn Jahren aus und wie muss sie sich verändern, wenn sie überleben will?“.

Technologie Roadmap 2025 und Software-defined Manufacturing

Der unaufhörliche technologische Fortschritt ist das Ur-Gen der Elektronikbranche und eine Stärke der hiesigen EMS-Industrie. „Wir können Technik“, das steht außer Frage. Aber auch hier muss jeder EMS-Provider am Ball bleiben. Deshalb präsentiert Bernd Enser, Chief Operating Officer bei SEMIKRON und Leiter der Technischen Kommission sowie Mitglied im Vorstand des ZVEI die „Technologie Roadmap 2025 und ihre Bedeutung für die Elektronikbranche“.

Eine herausragende Rolle in unserer Hightech-Industrie kommt der Software zu – dies gilt mehr denn je auch für die Fertigung. Eine international bekannte Spezialistin dafür ist Tatjana Dzambazova, Director of Product Management, Software Solutions bei Bright Machines. Das US-amerikanischen Startup mit Sitz in San Francisco entwickelt innovative Lösungen für das Software-driven Manufacturing. Sie referiert über „Software-defined Manufacturing: Paradigmenwechsel in der Elektronikfertigung und der 100%ige Digitale Zwilling“.

Der 18. EMS-Tag findet am 3. September im Vogel Convention Center Würzburg statt. Geprüfte Abstands- und Hygienemaßnahmen werden zum Schutz der Teilnehmer konsequent durchgeführt. Alle Informationen zu Programm, Ausstellung und Anmeldung finden Sie unter www.ems-tag.de. Für Fragen wenden Sie sich bitte an Johann Wiesböck, johann.wiesboeck@vogel.de oder Tel. +49 931 4183081.

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