SENSOR+TEST 2015

176 Sensoren und Systeme für die Mess- und Prüftechnik

| Redakteur: Gerd Kucera

Bluetooth-fähige MEMS-Drucksensoren

Ein chinesisch-amerikanischer Hersteller liefert Bluetooth-fähige MEMS-Drucksensoren für die Schwerindustrie im Edelstahlgehäuse sowie vorgefertigte Sensormodule und Keramiksensoren für Spritzgussmaschinen (Pressure-Sensor.com, Newport News, Virginia, USA).

Außerdem sind Standard-Druckaufnehmer auf der SENSOR+TEST zahlreich vertreten. Gezeigt werden vollständig verschweißte Bauformen mit Dünnschicht-Dehnungsmessstreifen und außergewöhnlicher Beständigkeit gegen Stöße und Schwingungsbelastungen sowie Temperaturen bis +400 °C bis zu weitverbreiteten Drucktransmittern mit Silizium-Sensoren in ölgefüllten Kapseln und Standard-Ausgangssignalen, jeweils für Absolut-, Relativ- oder Differenzdruck oder mit Wheatstone-Brücken mit Messbereichen von 0 bis 2500 bar sowie hochohmigen auf Nanopartikel basierenden Dehnungsmessstreifen mit einer hohen Sensivität (Shanghai Holeader Measurement & Control Technology Co. Ltd./Shanghai; ZSE Electronic Mess-Systeme & Sensortechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen; Nanolike - Nano Sensors, Ramonville-Saint-Agne, Frankreich).

Für Reinraumanwendungen werden Sensoren mit Edelstahlgehäusen und Standardanschlüssen in DN25 gezeigt (Micro Sensor Co., Ltd. Baoji, Shaanxi/China). Für Druckgussmaschinen gibt es Hochtemperatur-Drucksensoren (Shanghai Holeader Measurement & Control Technology Co., Ltd./Shanghai).

Ein M10-Anschlussgewinde mit 22 mm Durchmesser und 25 mm Länge hat einen Kombi-Sensor, der mit nur einem Messstutzen gleichzeitig Überdruck bis 25 bar und Temperaturen bis +150 °C misst. Damit kann man Getriebe im Motorsport genauso überwachen wie Autoklaven und Dampfsterilisatoren in der Medizintechnik. Der piezoresistive Drucksensor kommt ohne Ölfüllung aus und hat sehr hohe Genauigkeit sowie Langzeitverhalten (Variohm EuroSensor Ltd., Towcester, Großbritannien).

Schalter und Drucksensoren auf der Basis extrem dehnbarer, dielektrischer Elastomersensoren (DES) messen Verformungen, Kräfte und Drücke. Sie lassen sich bis zu 100% dehnen und können selbst in Strukturen integriert werden, die starken Verformungen ausgesetzt sind, beispielsweise als ortsauflösende Sitzbelegungssensoren (Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg). In Verbindung mit hochsensitiven piezoelektrischen Schichten können in die Folien auch kapazitive Felder integriert werden. Sie dienen dann als Näherungssensoren.

Durch die Kombination beider Sensorprinzipien werden Funktionen schon bei einer bloßen Annäherung von Mensch oder Objekt vor einem tatsächlichen Kontakt ausgelöst. Dies ist besonders im Bereich der Mensch-Maschine-Kommunikation interessant (Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg).

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