SENSOR+TEST 2015

176 Sensoren und Systeme für die Mess- und Prüftechnik

| Redakteur: Gerd Kucera

Chemische Sensoren

Sensoren zur Bestimmung der Konzentration von brennbaren bzw. explosiven, toxischen oder anderen Gasen gehören mit unterschiedlichen Technologien seit Jahren zu den Schwerpunkten der Messe SENSOR+TEST. In den Vorberichten der Aussteller stehen in diesem Jahr optische Verfahren im Vordergrund. Darüber hinaus ist neben katalytischen Sensoren ein breites Angebot an nasschemischen Sensoren, etwa für den pH-Wert, die Sauerstoffkonzentration oder die Leitfähigkeit zu erwarten.

Gasspürgeräte können über einen weiten Wellenlängenbereich von 760 bis 2150 nm eingesetzt werden. DFB-Laserdioden haben hier eine ausgezeichnete Seitenmodenunterdrückung und schmale Linienbreiten, eine gute Abstimmcharakteristik mit einem freien Abstimmbereich kleiner 2 nm ohne Modensprünge. Damit können sie die meisten Gase aufspüren (Frankfurt Laser Company, Friedrichsdorf).

Für die schnelle Lecksuche an Pipelines wird ein in Japan entwickelter Methan-Sensor mit einer hohen Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Konzentrationen vorgestellt (Komyo Rikagaku Kogyo K.K., Kawasaki, Japan). Derselbe Hersteller entwickelte neben einem Ammoniaksensor, der sich durch eine geringe Temperaturabhängigkeit auszeichnet und so Lecks in Kühlanlagen findet, auch einen Wasserstoffsensor mit hoher Selektivität für organische Dämpfe.

Ein auf Streulicht basierendes Messgerät bestimmt die Konzentration der Partikelmassen in Dieselmotoren (SAXON Junkalor GmbH, Dessau-Roßlau).

Zur Überwachung von Laststufenschaltern oder Transformatoren werden auf der SENSOR+TEST Gas-Sensoren mit photoakustischer Spektroskopie vorgestellt, die die Gesamtkonzentration von Schwefelhexaflourid (SF6) im abgeschlossenen Bereich einer gasisolierten Schaltanlage erfassen können (LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt).

Batteriebetriebene elektrochemische Sensoren offeriert ein japanischer Hersteller. Durch die Verwendung von schwach alkalischen Elektrolyten erfolgt keine Schädigung der Elektroden.

Ein optimierter Bauraum minimiert zusätzlich die Verdampfungsgeschwindigkeit des Wasserbehälters. Dies sorgt für eine ausgezeichnete Stabilität und lange Lebensdauer des Sensors von bis zu 10 Jahren (Figaro Engineering Inc., Osaka, Japan).

Ebenfalls batteriebetriebene, fluoreszenzbasierte optische XYO-Sauerstoffsensoren messen den Sauerstoffpartialdruck (ppO2) der Umgebung von 0 bis 300 mbar. Der integrierte Drucksensor ermittelt dabei die Sauerstoffkonzentration.

Durch ihre nicht verbrauchende Sensortechnologie erreichen die XYO-Sensoren eine sehr lange Lebensdauer im Vergleich zu elektrochemischen Sauerstoffsensoren und sind durch entsprechende Kompensationen unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und barometrischen Druckänderungen.

Typische Anwendungen sind Beatmungsgeräte, Unterdruckkammern für das Höhentraining, die Überwachung enger Räume und Behälter, Systeme zur Brandvermeidung durch Sauerstoffreduktion, Gasmessgeräte, Laborgeräte und die Sauerstoffmessung in der Landwirtschaft (First Sensor AG, Berlin).

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