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eRUDA 165 Fahrzeuge bei Deutschlands größter E-Mobilrundfahrt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

eRUDA – „elektrisch Rund um den Ammersee“: Bei der größten E-Mobilrundfahrt Deutschlands fuhren in diesem Jahr 165 E-Fahrzeuge mit – vom Pedelec über E-Scooter, neue und alte E-Autos bis hin zum 100%-E-Bus.

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Impressionen von der eRUDA – „elektrisch Rund um den Ammersee“, der größten E-Mobilrundfahrt Deutschlands
Impressionen von der eRUDA – „elektrisch Rund um den Ammersee“, der größten E-Mobilrundfahrt Deutschlands
(Bild: Barbara Wilms, www.eruda.de)

Mit der Rundfahrt um den Ammersee bewiesen die Teilnehmer die Alltagstauglichkeit ihrer E-Fahrzeuge und demonstrierten eindrucksvoll, welch großen Spaß elektrisches Fahren auslösen kann.

Bei der in der Gemeinde Inning durchgeführten Alltagstauglichkeitsprüfung belegten der Renault ZOE und der e-Golf von VW mit gleicher Punktzahl den ersten Rang. Die Gesamtwertung gewann das GoingElectric Team ZOE mit 37 Teammitgliedern mit großem Abstand.

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Das neue Konzept der eRUDA ist ein voller Erfolg

Das neue Konzept der lokalen E-Mobil-Veranstaltungen in Dießen, Landsberg, Weilheim und Starnberg mit starken Partnern vor Ort als Organisatoren ging voll auf. Damit hat die eRUDA einen fast unheimlichen Zuwachs an Besuchern verzeichnen können. Begünstigt wurde dieser Zustrom durch die positive Stimmung der Öffentlichkeit zur E-Mobilität und das Kaiserwetter am vergangenen Wochenende kam der positiven Stimmung ebenfalls zugute.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm am Freitag

Am Freitag eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zu den Potentialen der E-Mobilität. Hans Urban, Gemeinderat in Haag i. OB und Geschäftsführer der Firma Schletter zeichnete eindrucksvoll auf, wie E-Mobilität Menschen und Umwelt von Schmutz und Lärm entlastet, welche Infrastrukturanforderungen sie wirklich stellt und wie einfach die benötigte Energie regional und nachhaltig erzeugt werden kann. Mehrwert und Kapital bleiben dabei in den Regionen. Robert Metzger stellte in seinem Vortrag die Entwicklung der Fachmesse eCarTec vor, die mittlerweile weltweit die größte Messe zum Thema E-Mobilität ist.

Auch in diesem Jahr nimmt sie aufgrund der schnellen Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen neue Themen in die Messe auf. Ralf Zimmermann informierte kompetent, wie man die richtige Ladesäule findet. Annette Schwabenhaus stellte die vielfältigen Erfahrungen aus der eTourEurope „9 Capitals – 9 Days“ vor.

Lade-Park – ein entscheidender Erfolgsfaktor

eMobilität wird zur überzeugenden Lösung, wenn der Verbund mit der Ladeinfrastruktur harmoniert. Was im Großen noch an einigen Stellen der Nachbesserung bedarf, konnte bei der eRUDA im Lade-Park überzeugend gelöst werden. Der Strom wurde von den Stadtwerken Fürstenfeldbruck aus 100% Wasserstrom geliefert. Die Verteilung wurde von der Firma Nelhiebel, die unter anderem auf die Stromversorgungen bei großen Messen und Veranstaltung spezialisiert ist, vorbildlich den Teilnehmern der eRUDA zur Verfügung gestellt.

Die Ladepunkte wurden von ABL-SURSUM, Schneider Electric, P-Charge von Schletter und crOhm mit modernster Ladetechnik ausgerüstet. ies stellte als Spezialist für Gleichspannungs-Schnellladung gleich zwei Lader mit hoher Leistung zur Verfügung, die sowohl den international führenden CHAdeMO als auch den von den deutschen Autobauern favorisierten Standard CCS bedienten. Mit dem Solar-Carport von Galaxy Energy konnte direkt Sonnenstrom geladen werden und die nächtliche LED Beleuchtung versetzte den Lade-Park in die richtige Stimmung.

Sowohl in der Breite der angebotenen Lademöglichkeiten als auch in der Leistung nimmt der eRUDA Lade-Park eine Spitzenstellung ein. Auch das ist einer der wichtigen Bausteine für die erfolgreichste E-Rallye Deutschlands, denn alle Fahrzeuge wurden sicher und zuverlässig geladen.

Die eRUDA hat hinzugewonnen

Offensichtlich ist die Zunahme der Teilnehmerzahl die von 105 auf 165 erheblich zugenommen hat. Auch die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes hat sich in den vergangenen 15 Monaten deutlich geändert. So dominieren im zweiten Jahr die Kompaktwagen, die auch für die Mehrheit der Bürger erschwinglich sind das Teilnehmerfeld der eRUDA.

Gleichzeitig zeigt sich die rasante Entwicklungsgeschwindigkeit der E-Mobilität durch die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Modelle der diesjährigen eRallye bei der letzten eRUDA noch gar nicht auf dem Markt waren. Dominiert wurde die eRUDA 2014 von Renault, die mit den drei angebotenen Modellen mit insgesamt 51 Fahrzeugen vertreten waren.

Mit Fahrzeugen von Tesla waren 13 Teilnehmer unterwegs, gefolgt von Volkswagen mit 11 – umso bemerkenswerter da VW erste seit wenigen Monaten mit E-Autos am Markt vertreten ist, Twike mit 10 und BMW mit 6. Spannend bleibt, wie sich die Landschaft bis zur nächsten eRUDA in 12 Monaten entwickeln wird.

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