ESE Kongress 2016 15 Kompaktseminare für Embedded Software-Entwickler

Redakteur: Martina Hafner

Der erste und der letzte Tag des ESE-Kongresses stehen traditionell im Zeichen der Kompaktseminare. Dank ihrer hohen Qualität und Praxisrelevanz sind die Seminare weit mehr als ein Vor- oder Nachspiel.

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Kluger Ratgeber: Professor Jochen Ludewig von der Universität Stuttgart vermittelt in seinem Kompaktseminar am 28. November die Grundlagen zum Verständnis von Embedded-Software.
Kluger Ratgeber: Professor Jochen Ludewig von der Universität Stuttgart vermittelt in seinem Kompaktseminar am 28. November die Grundlagen zum Verständnis von Embedded-Software.
(Bild: Elisabeth Wiesner)

Wer am ersten oder letzten Tag des ESE Kongresses die Sindelfinger Stadthalle betritt, wundert sich vielleicht über die Abwesenheit jeglichen Konferenztrubels. Man könnte fast von einer konzentrierten Ruhe sprechen, die die Halle an diesen Tagen erfüllt. Das ist auch hilfreich, denn während der 15 Kompaktseminare, die heuer im Rahmen des ESE Kongresses stattfinden, werden ganz dicke Bretter gebohrt.

Einer der Höhepunkte am Montag, dem 28. November, ist das Seminar „Die Fundamente des Software Engineering“ von Prof. Dr. Jochen Ludewig. Der emeritierte Hochschullehrer, der den Teilnehmern des Kongresses bereits gut bekannt ist, spricht mit seinem Seminar die Manager von Embedded-Softwareprojekten an. Die ganztägige Veranstaltung soll den Teilnehmern Anstöße dafür liefern, ihr Wissen über Software und ihre Entstehung zu überdenken und neu zu reflektieren.

Den Alumni des Kongresses ebenfalls gut bekannt ist der Dozent, Berater und Coach Karl Nieratschker. Er befasst sich seinem Seminar mit der Programmiersprache C++ und ihrer Eignung für Embedded-Systeme. Die Teilnehmer sollen hier mit den objektorientierten Ansätzen in C++ vertraut gemacht werden und erfahren, inwieweit sich die Sprache für ihre Projekte eignet.

Parallel dazu informiert Rechtsanwalt Dr. Till Jaeger über lizenzrechtliche Pflichten bei Open-Source-Software in Embedded-Projekten. Mit dem Echtzeit-Linux-Kernel befasst sich der Dozent Andreas Klinger. Im Fokus des Seminars von Clemens Passeck stehen Reviews, Analysemethoden und Tests für sicherheitsrelevante Software.

Am Montagnachmittag befasst sich Professor Dr. Rainer Koschke von der Universität Bremen mit dem Thema der Software-Erosion und wie man sie bekämpft. Dr. Sebastian Voss von fortiss verrät zeitgleich, wie eingebettete Systeme durchgängig modelliert werden können. Holger Dengler von linutronix beschäftigt sich mit der Applikationssicherheit von Linux, und Robert Hellebrand von pure-systems geht auf das Konfigurationsmanagement variantenreicher Systeme ein.

Vom Softwaretest bis zum Aufbau von Projektteams

Am letzten Konferenztag, dem 2. Dezember, finden sechs ganztägige Kompaktseminare parallel statt. Unter dem Motto „Ein Bug kommt selten allein“ führt die Dozentin Elisabeth Baur vom Beratungshaus Pilz in das Testen von Software ein. Der Softwarearchitekt und Teamleiter Rainer Grimm zeigt die Stärken von C++ in der Embedded-Programmierung auf. Thomas Batt von MicroConsult präsentiert die Applikationsentwicklung auf der Basis von Echtzeitbetriebssystemen in der Sprache C.

Sein MicroConsult-Kollege Marcus Gößler zeigt auf, wie sich die Komplexität von Multicore und die Einfachheit von Arduino kombinieren lassen. Andreas Willert von der Firma Willert Software Tools stellt die „Homogene Integration von Prozessen, Normen und Werkzeugen“ vor, und Projektmanagement-Experte Peter Siwon von MicroConsult gibt in seinem Seminar Tipps zum Aufbau von Projektteams.

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