Konjunkturprogramm 120 Millionen Euro Förderung für Quantentechologien

Redakteur: Sebastian Gerstl

Im Rahmen des Konjunkturprogramms zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung ein Zukunftspaket für das Innovationsland Deutschland geschnürt. Dazu gehören auch Investitionen in Quantentechnologien. Hier startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt mit ersten vorbereitenden Maßnahmen zur Quantenkommunikation und zur Quantencomputing-Hardware.

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Nach Aussage des BMBF bieten Quantentechnologien "große Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft". Aus diesem Grund stellt das Bundesministerieum weitere 120 Millionen Euro zur Förderung von Technologien für Quantenkommunikation und zur Quantencomputing-Hardware bereit.
Nach Aussage des BMBF bieten Quantentechnologien "große Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft". Aus diesem Grund stellt das Bundesministerieum weitere 120 Millionen Euro zur Förderung von Technologien für Quantenkommunikation und zur Quantencomputing-Hardware bereit.
(Bild: Clipdealer)

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Die Quantentechnologien haben ein herausragendes Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft. Als Innovationsland Deutschland wollen wir auch künftig bei diesen Spitzen-Innovationen in der ersten Liga mitspielen. Denn der internationale Wettbewerb ist hochanspruchsvoll. Mit Quantentechnologien leisten wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit von den Wettbewerbern und damit für mehr technologische Souveränität. Deshalb stellt die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren erhebliche Mittel in Milliardenhöhe aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket zur Entwicklung von Quantentechnologien zur Verfügung.“

Mit der ersten Tranche in Höhe von 120 Millionen Euro aus dem Zukunfts- und Konjunkturpaket wird das BMBF nun erste Projekte starten. Der Fokus soll dabei verstärkt auf Projekten zu den grundlegenden Schlüsseltechnologien für Quantenkommunikation und Quantencomputing liegen.

Quantencomputing-Roadmap in Aussicht

Mit einer Quantencomputing-Roadmap will die Bundesregierung gemeinsam mit Wissenschaft und Industrie Handlungsempfehlungen für die Praxis zur schnellen Umsetzung des Zukunftspakets entwickeln. Damit soll sichergestellt werden, dass diese starke Wissenschaft auch in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen kann. Die Handlungsempfehlungen werden im Rahmen des Innovationsdialogs der Bundesregierung im Januar vorgestellt.

„Die Roadmap ist mir ein wichtiges Anliegen,“ ergänzt Karliczek, „denn dieser Schulterschluss von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist ein echtes Aufbruchssignal für das Quantencomputing. Weitere Schritte werden wir dazu im nächsten Quartal ressortübergreifend abstimmen. Mit unseren ersten BMBF-Maßnahmen aus dem Zukunftspaket ermöglichen wir schon heute, dass die Ergebnisse des Roadmap-Prozesses dann auch schnell umgesetzt werden können.“

Quantencomputing „made in Germany“

Mit den Förderbekanntmachungen zu Basistechnologien für die Quantenprozessoren in zukünftigen Quantenrechnern als auch für die Quanteninformatik möchte das BMBF „enorm wichtige Impulse für das Quantencomputing „made in Germany“ setzen. Dabei reihen sich diese Maßnahmen in die Förderaktivität der Bundesregierung in den Quantentechnologien der letzten Jahre.

So hatte die Bundesregierung schon 2018 das Programm „Quantentechnologien - von den Grundlagen zum Markt“ ins Leben gerufen, um die Entwicklung der Quantentechnologien in Deutschland voranzutreiben Das BMBF fördert in diesem Rahmen bereits Forschungsinitiativen zu den Basistechnologien, zur Sensorik, zum Computing und zur sicheren Quantenkommunikation.

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