Suchmaschinenoptimierung 10 ultimative SEO-Tipps für B2B-Webseiten

Autor / Redakteur: Dino Kneucker, Martin Resch / Johann Wiesböck

Wer heute ein Online-Business betreibt oder auch nur eine Kontakt- und Informationsseite für bestehende und neue Kunden ins Web stellt, kommt an Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht vorbei. Dies gilt zu 100 Prozent auch für B2B-Webseiten.

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Der Title: das erste was Besucher über Google von Ihrer Webseite sehen
Der Title: das erste was Besucher über Google von Ihrer Webseite sehen
(Bild: SUCHPRINZIP)

Laut einer groß angelegten Analyse auf Tn3.de erhalten selbst Magazine wie Stern.de oder Focus.de über 40% ihrer Besucher von Suchmaschinen. Bei weniger bekannten Marken liegt der Anteil mitunter sogar über 70%.

Wer also gute Platzierungen in bekannten Suchmaschinen wie Google aufweist, kann seine Besucherzahlen und damit das eigene Umsatzpotenzial erheblich steigern. Doch wie funktioniert das eigentlich? Im Folgenden werden zehn der wichtigsten SEO-Tipps für B2B-Webseiten aufgezeigt, die Sie unbedingt wissen sollten.

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1. Sicherheit wird auch für Suchmaschinen immer wichtiger

Hypertext-Übertragungsprotokoll: Google belohnt https-Webseiten mit gutem Ranking
Hypertext-Übertragungsprotokoll: Google belohnt https-Webseiten mit gutem Ranking
(Bild: SUCHPRINZIP)

Im Zuge der Überwachungsskandale rund um die NSA hat Google den Sicherheitsaspekt in Bezug auf Besucherdaten aufgegriffen. Es wurde eine Meldung veröffentlicht, nach der Webseiten mit einem https-Zertifikat im Google-Ranking mitunter bevorzugt werden könnten.

Wie stark sich dieses Kriterium auswirkt, ist bisher nicht genau zu beantworten. Da es heute jedoch kein Problem mehr darstellt, ein entsprechendes Zertifikat zu erwerben, sollten Unternehmen in diesem Bereich nicht sparen.

2. Geordneter Quellcode kommt bei Suchmaschinen an!

Die Suchmaschine gewichtet Webseiten in ihren Rankings nicht nach menschlicher Beurteilung, sondern berechnet die Platzierung auf Basis zahlreicher Kriterien. Eines davon ist auch die Lesbarkeit des Quellcodes. Hierbei geht es aber eher darum, dass Suchmaschinen-Bots beim Crawlen der Webseite mitunter Probleme bekommen, wenn es Fehler im Quellcode gibt.

Aus diesem Grund sind Themen wie HTML5 und saubere Webseiten-Programmierung heute sehr wichtig. Darüber hinaus lassen sich durch bestimmte Tags auch Gewichtungen vornehmen. Eine sauber konstruierte Unterseite einer Webseite könnte dabei folgenden Aufbau aufweisen:

<head>Metas</head>

<body>

<header><nav>Menü</nav></header>

<section>

<article><header>h1</header>

Textabschnitt</article>

<article><header>h2</header>

Textabschnitt</article>

</section>

<footer>Footer Text</footer>

</body>

Ob man nun die Tags <section> und <article> vertauscht, spielt keine Rolle. Das Wichtigste ist eine gute Struktur nach diesem Muster. Eine gut aufgebaute Webseite erleichtert es also den Suchmaschinen, den Inhalt zu erfassen. Dies äußert sich nicht selten in einer Verbesserung der Platzierungen bei Google.

3. Webseiten in mehreren Sprachen – wie sage ich es der Suchmaschine?

Hreflang Attribut: Für internationale Webseiten unverzichtbar
Hreflang Attribut: Für internationale Webseiten unverzichtbar
(Bild: SUCHPRINZIP)

Immer mehr Unternehmen agieren heute international. In diesem Fall ist es mitunter erforderlich, die eigene Webseite in verschiedenen Sprachen und auch mit speziellem Regionalbezug anzubieten. Mittlerweile lässt sich eine Varianz der Sprachen durch technische Spezifikationen auch der Suchmaschine mitteilen. Das Ganze funktioniert mittels eines HTML-Link-Elements, welches wie folgt aufgebaut ist:

<link rel="alternate" hreflang="x">

Das x in diesem Element steht für das Sprachkürzel, welches die jeweilige Sprachversion der Webseite beschreibt. Nehmen wir an, das Unternehmen Beispiel AG nutzt die Domain Beispiel-Ag.com, die in deutscher Sprache verfasst ist. Das Unternehmen entschließt sich eine amerikanische Version auf Beispiel-Ag.com/us/ anzubieten.

Zu jeder Einzelseite auf Deutsch gibt es ein amerikanisches Pendant. Nehmen wir also die Startseiten als Beispiel. Um die Suchmaschine auf der deutschen Variante auf die amerikanische hinzuweisen, sollte der hreflang-Tag wie folgt lauten:

<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://beispiel-ag.com/us/" >

Umgekehrt sollte auf der amerikanischen Version der hreflang-Tag lauten:

<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://beispiel-ag.com" >

Wichtig ist es also auf jeder Seite einen Rückwärtslink zu setzen. Da es mitunter jedoch auch verschiedene Länder mit der gleichen Sprache gibt, lassen sich die Länderkürzel entsprechend erweitern. So wäre dies bei einer US-Version und einer Australischen Variante der Webseite folgendermaßen zu lösen:

USA:<link rel="alternate" hreflang="en-US" href="https://us.beispiel-ag.com" >

Australien:<link rel="alternate" hreflang="en-AU" href="https://au.beispiel-ag.com" >

Wichtig ist in allen Fällen jedoch, dass auf allen Webseiten das entsprechende HTML Link Element gesetzt wird. Sollten die Varianten der Webseite sich aufgrund der gleichen Sprache nur geringfügig unterscheiden, kann mittels Canonical-Tag verhindert werden, dass Google die Inhalte als Double Content missinterpretiert.

4. Doppelte Inhalte unbedingt vermeiden

Doppelte Inhalte: nach wie vor ein Problem für Suchmaschinen und Webseiten
Doppelte Inhalte: nach wie vor ein Problem für Suchmaschinen und Webseiten
(Bild: SUCHPRINZIP)

Der Google-Algorithmus erkennt Texte, die sich genau gleichen oder sehr ähnlich zueinander ausfallen. Im Normalfall werden solche Dokumente im Ranking deutlich schlechter bewertet oder erhalten sogar eine Ranking-Abstrafung, die sich empfindlich auf die Besucherzahl auswirken kann.

Doppelter Inhalt kann jedoch nicht nur durch das Kopieren von ganzen Webseiten entstehen, sondern auch innerhalb eines Webauftritts ein und derselben Webseite, wenn beispielsweise folgende Dinge eintreten:

  • a. Die jeweilige Domain wird mit www. und ohne angegeben
  • b. Es gibt https- und http-Varianten der jeweiligen Unterseite
  • c. Es existieren verschiedene Ansichten einer Webseite (z.B. Druck-Ansicht)
  • d. Dynamische Elemente wie IDs sorgen für Variationen der URLs mit gleichem Content

Die Lösung für solche Probleme ist ebenfalls ein HTML Link Element, welches als Canonical-Tag bezeichnet wird. Dieses gehört in den <Head>-Bereich des Dokuments. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Es existieren folgende Webadressen (URL) mit demselben Webseiten-Inhalt:

  • a. http://de.beispiel-ag.com/beispielseite.html
  • b. http://de.beispiel-ag.com/?session_id=123.html

Die zweite Variante entsteht in Shops sehr häufig, um Kundendaten speichern zu können und somit den Kauf zu erleichtern. Um zu verhindern, dass Suchmaschinen nun Duplicate Content erkennen, wird ein Canonical-Tag in der zweiten Seite eingebaut:

<link rel=“canonical“ href=“http://de.beispiel-ag.de/beispielseite.html"/>

So erkennen die Suchmaschinen, dass nur die erste URL als Standardressource in den Suchergebnissen angezeigt werden soll. Darüber hinaus kann man zudem auch mit einer 301-Weiterleitung via .htaccess arbeiten. Dies ist jedoch bei umgezogenen URLs sinnvoller.

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