IT-Sicherheit 10 Tipps für sicheres Surfen im Internet

Redakteur: David Franz

Die Schäden durch Internetkriminalität haben weiter zugenommen. Dies zeigt das Lagebild „Cybercrime 2011“ des Bundeskriminalamtes. Auf was Sie beim surfen achten sollten, hat der Hightech-Verbands BITKOM in seinen zehn Empfehlungen für Sicherheit im Internet zusammengestellt.

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Trotz insgesamt stagnierender Fallzahlen nehmen bestimmte Delikte wie der Diebstahl digitaler Identitäten, zum Beispiel Phishing, stark zu.
Trotz insgesamt stagnierender Fallzahlen nehmen bestimmte Delikte wie der Diebstahl digitaler Identitäten, zum Beispiel Phishing, stark zu.
(Bild: Gerd Altmann / pixelio.de)

Tipp 1: Schutz des PC

Entscheidend ist eine gute Sicherheitsausstattung und die Aktualität der Programme auf dem Computer. Vor der ersten Internet-Sitzung müssen ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert werden, um den PC vor schädlichen Dateien zu schützen. Für diese Schutzprogramme, das Betriebssystem und den Internet-Browser werden regelmäßig Aktualisierungen angeboten, die auch automatisiert abgerufen werden können. Updates sind umgehend zu installieren. Das gilt auch für installierte Anwendungsprogramme. Da Schadsoftware zunehmend über externe Datenträger wie Speicherkarten oder USB-Sticks verbreitet wird, sollten diese vor der Nutzung auf Viren geprüft werden.

Tipp 2: Smartphones und Tablet Computer

Smartphones und Tablet Computer müssen wie PCs gegen Bedrohungen geschützt werden. Auch wenn die Anzahl der Smartphone-Viren im Vergleich zum PC noch gering erscheint, sollte ein Schutz vor Schadprogrammen installiert werden. Die meisten Netzbetreiber bieten bereits spezielle Sicherheitspakete für mobile Endgeräte an. Beim Herunterladen von Programmen (Apps) sollte auf die Seriosität des Anbieters geachtet werden. Bei der Installation der App sollte genau geprüft werden, auf welche Daten und Dienste das Programm auf dem Endgerät zugreift. Im Zweifel muss die Installation abgebrochen werden.

Bei Smartphones und Tablet Computern sollte im laufenden Betrieb der Zugriffsschutz (Zahlenkombination, Passwort oder Muster) aktiviert werden. Die PIN-Nummer der SIM-Karte wird nur beim Einschalten des Geräts abgefragt und ist daher als Schutz nicht ausreichend.

Tipp 3: E-Mails und Chat

Öffnen Sie nur E-Mails, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Dubiose E-Mails von Unbekannten sollten Sie möglichst sofort löschen. Schadprogramme verbergen sich oft in Bilddateien oder sonstigen E-Mail-Anhängen. Verdächtige Dateien dürfen Sie auf keinen Fall öffnen! Vorsicht ist auch vor E-Mails von angeblichen Kreditinstituten geboten: Banken bitten Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Solche Phishing-EMails sind immer gefälscht. Auch in sozialen Netzwerken empfangene E-Mail-Anhänge Empfehlungen für Sicherheit im Internet sollten mit einem Schutzprogramm überprüft werden. Riskant können auch Chat-Nachrichten von Unbekannten sein: Kriminelle versenden oft Links zu Webseiten mit Viren.

Tipp 4: Software und Apps

Nutzer sollten darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme („Plug-Ins“) sie installieren. Eine Gefahr sind Schadprogramme, die in Gratis-Downloads oder Raubkopien von dubiosen Anbietern versteckt sind. Ein gesundes Misstrauen hilft Ihnen: Wenn bei Ihnen Zweifel an der Seriosität des Programms oder der Downloadquelle (Webseite) bestehen, sollten Sie besser auf den Download und die Installation einer Software verzichten.

Tipp 5: Tauschbörsen

Wer im Internet mit Unbekannten Dateien tauscht, riskiert eine Infektion seines Computer mit Schadprogrammen. Zudem ist der illegale Tausch von urheberrechtlich geschützter Musik, Filmen oder Software strafbar und kann zu Schadenersatzansprüchen der Rechteinhaber führen.

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