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Die Revolution auf dem Mobilmarkt 10 Jahre Apple iPhone

| Autor: Sebastian Gerstl

Es war nicht das erste Smartphone per se, aber es verankerte den Begriff im allgemeinen Bewusstsein: Am 29. Juni 2007 begann der Verkaufsstart der ersten Generation des Apple iPhone.

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Am 29. Juni 2007 war das iPhone der ersten Generation erstmals im handel erhältlich. Es war 115 mm × 61 mm × 11,6 mm groß, 135 Gramm schwer, ausgestattet mit einem Samsung S5L8900 SoC (mit einer ARM-S1176-Single Core CPU auf 412 MHz), 128 MByte RAM und wahlweise 4 GByte oder 8 GByte an Speicherplatz.
Am 29. Juni 2007 war das iPhone der ersten Generation erstmals im handel erhältlich. Es war 115 mm × 61 mm × 11,6 mm groß, 135 Gramm schwer, ausgestattet mit einem Samsung S5L8900 SoC (mit einer ARM-S1176-Single Core CPU auf 412 MHz), 128 MByte RAM und wahlweise 4 GByte oder 8 GByte an Speicherplatz.
(Bild: IPhone_First_Generation.jpg / By Carl Berkeley from Riverside California, via Wikimedia Commons / BY-SA 2.0)

Mehr als eine Milliarde iPhones wurden seit Markteinführung weltweit verkauft. Mehr als 122 Milliarden Euro hat Apple alleine mit der Smartphone-Reihe im Jahr 2016 umgesetzt - mehr, als es DAX-notierte Konzerne wie die Allianz, BMW, Siemens oder die Deutsche Telekom mit ihrer gesamten Produktlinie geschafft haben.

Als das Smartphone am 29. Juni 2007 in den USA erstmals erhältlich war, war es noch ein exklusives Bundle-Produkt mit dem amerikanischem Telekommunikationsanbieter AT&T. Über 150 Millionen US-$ hatte die Entwicklung des Smartphones, die als Geheimprojekt angelegt war, nach Schätzungen eines Insiders verschlungen. Steve Jobs kündigte das Gerät als eine Kombination aus drei Produkten an: Ein Breitbild-iPod mit Berührungssteuerung - zu diesem Zeitpunkt gab es die iPod touch Produktlinie noch nicht -, ein revolutionäres Handy, und ein "bahnbrechender Internet-Kommunikator".

Auch Zulieferer von Apple waren von den iPhone-Plänen überrascht; auch wenn das Unternehmen sich mit dem iPod bereits über das reine Computergeschäft hinausbewegt hatte, kam die Entscheidung, in den Mobilmarkt einzutreten, für viele unerwartet. So soll der CEO von Skyhook, der Firma, die als erste GPS-Technologie für das iPhone geliefert hatte, an einen Scherz geglaubt haben als es hieß, Steve Jobs hätte angerufen um über das Geschäft zu sprechen. Dass das iPhone etablierte Marken wie Nokia oder Blackberry vollkommen überrumpeln sollte, konnte oder wollte damals niemand vorhersehen.

Trotz aller Geheimniskrämerei im Vorfeld verstand es Steve Jobs allerdings, den Hype um das Gerät zu befeuern. Schon beim ersten iPhone campierten nach verschiedenen Medienangaben Tausende interessierte Käufter Tage vor dem Verkaufsbeginn vor AT&T-Geschäften, um eines dieser "bahnbrechenden" Geräte zu ergattern - der Beginn eines Verkaufshypes, der sich bei nachfolgenden Generationen sogar noch steigern sollte. Dennoch blieb der Verkaufserfolg zunächst noch hinter den Erwartungen zurück. Hatte die 8-GByte-Variante des Smartphones zur Markteinführung noch 599 US-$ gekostet, wurde der Preis etwa zeitgleich mit der Einführung des iPod touch auf 399 US-$ reduziert; die 4 GByte Variante wurde ebenfalls eingestellt. Das mit einem Kauf eines iPhone auch zugleich ein 2-Jahres-Vertrag mit AT&T abgeschlossen werden musste, missfiel einigen potentiellen Käufern.

Ab November 2009 war das iPhone auch in Deutschland erhältlich - damals noch im exklusiven Bundle mit einem Telekom-Vertrag zum zusätzlichen Gerätepreis von 399 Euro.

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