Stecksockel als Entwicklungshilfe 10 Jahre, 1.000 Click boards: Doppeljubiläum für mikroBUS

Redakteur: Michael Eckstein

EtherCAT Click ist die 1.000 Erweiterungskarte von Mikroelektronika, die den vor zehn Jahren eingeführten mikroBUS-Sockel verwendet. Microchip, NXP, Infineon und weitere Anbieter haben den Quasi-Standard in ihre Mikrocontroller-Entwicklungskarten integriert.

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Auf ein Neues: Nach eigenen Angaben stellt Mikroelektronika fast jeden Tag um 10 Uhr Ortszeit ein neues Click board vor. Ingenieure sollen damit Peripheriebausteine schnell austauschen und so die Entwicklungszeit verkürzen können
Auf ein Neues: Nach eigenen Angaben stellt Mikroelektronika fast jeden Tag um 10 Uhr Ortszeit ein neues Click board vor. Ingenieure sollen damit Peripheriebausteine schnell austauschen und so die Entwicklungszeit verkürzen können
(Bild: Mikroelektronika)

Standardisierte Hard- und Softwarelösungen helfen, die Entwicklungszeit bei Embedded-Projekten zu verkürzen. Mit diesem Wissen hat Mikroelektronika vor zehn Jahren den 16-Pin- mikroBUS-Stecksockel auf einem Dev-Board sowie dazu passende, kompakte Erweiterungskarten entwickelt – die „Click boards“. Nun hat Mikroelektronika sein 1.000. Click board vorgestellt, das EtherCAT Click. Damit können unterschiedliche Prozessoren über das SPI-Interface mit einer EtherCAT-Option ausgestattet werden.

CEO Nebojsa Matic hatte realisiert, dass sich alle Entwicklerboards im Aufbau grundsätzlich ähneln: Alle haben einen Mikrocontroller (MCU), eine Spannungsversorgung, taktile Schalter, LEDs und Pins. Worin sich die Dev-Boards hauptsächlich voneinander unterscheiden, sind die Peripheriebausteine (Peripherals) – UART, Displays, RTC, Relais, ADC, EPROM, usw. Die Idee hinter den Click boards ist daher, dass Ingenieure die Peripheriebausteine schnell austauschen und im beste Fall Monate an Entwicklungszeit einsparen können.

Morgens, 10 Uhr in Serbien: Mikroelektronika stellt ein neues Click board vor

Nach eigenen Angaben stellt Mikroelektronika fast jeden Tag um 10 Uhr Ortszeit ein neues Click board vor. Viele MCU-Hersteller wie Microchip, NXP, Infineon, Dialog, STM, Analog Devices Renesas und Toshiba sowie Distributoren wie Future Electronics und Avnet haben den mikroBUS-Sockel mittlerweile auf ihren Entwicklungsboards integriert.

Laut Matic „müssen Ingenieure den Wert ihrer Zeit besser schätzen lernen“. Sie sollten mehr auf die Qualität des gesamten Projekts achten, als nur einen kleinen Teilbereich zu betrachten: „Warum zwei Monate mit Entwicklung vergeuden, wenn eine betriebsbereite Lösung für unter 50 US-Dollar bereits auf dem Markt verfügbar ist, mit der sie ihren Code entwickeln und die Machbarkeit des Konzepts nachweisen können?“

Signale per EtherCAT-Master steuern und überwachen

EtherCAT Click, das 1000. Click board, basiert auf dem LAN9252 von Microchip Technology – einem 2-Port-EtherCAT-Controller mit zwei integrierten Ethernet-PHYs, die jeweils einen 100BASE-TX-Vollduplex-Transceiver aufweisen und für den 100-MBit/s-Betrieb geeignet sind.

Er tauscht Daten mit der MCU über eine synchrone SPI/SQI-Schnittstelle aus und kann im digitalen I/O-Modus betrieben werden, wodurch die Signale durch den EtherCAT-Master gesteuert oder überwacht werden können. Das EtherCAT Click board ist laut Hersteller für industrielle Steuerungen, Prozess-/Werksautomatisierung, hydraulische und pneumatische Ventilsysteme, Stromerzeugung und viele weitere Anwendungen vorgesehen.

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