Sicherheit im Schienenverkehr setzt einwandfreie Kontakte voraus

| Autor / Redakteur: Olaf Isendahl * / Kristin Rinortner

Sensorik für Bahnsysteme: Die Diagnosesysteme von Voestalpine Signaling sorgen dafür, dass der Schienenverkehr sicher und störungsfrei rollt.
Sensorik für Bahnsysteme: Die Diagnosesysteme von Voestalpine Signaling sorgen dafür, dass der Schienenverkehr sicher und störungsfrei rollt. (Bild: © Voestalpine)

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Die Push-in-Direktstecktechnik bietet neben der Kontakt- und Bediensicherheit Einsparpotenziale bei der Verarbeitung. Anwender wie Voestalpine Signaling setzen auf diese Anschlusstechnik.

Geht es um das Thema Sicherheit im Bahnverkehr, führt kaum ein Weg an den Heißläuferortungsanlagen für Zugachsen von Voestalpine Signaling vorbei. Der weltweit führende und international agierende Anbieter von Diagnose- und Überwachungssystemen aus Siershahn im Westerwald – ein Tochterunternehmen der österreichischen Voestalpine AG – ist außerdem auf die Detektion von herabhängenden oder aus dem Zugprofil herausragenden Teilen spezialisiert.

So können Abweichungen vom Soll-Außenprofil auf lose Ladung oder Personen am Zug hinweisen. Die sensorische Radüberwachung und die Waggonlokalisierung per RFID gehören ebenso zum Angebot des Unternehmens wie die Aufbereitung und Darstellung der Daten in der herstellereigenen Software.

„Unsere Systeme werden alle an der Schiene installiert – nichts davon sitzt im Schienenfahrzeug selbst“, erläutert Rudolf Mühlenbein aus der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Voestalpine in Siershahn. „Die berührungslose Erfassung von mechanischen und physikalischen Daten an den Gestellen der Bahnfahrzeuge sowie das Ziehen der richtigen Schlüsse aus den aufbereiteten Ergebnissen setzt ein umfassendes technisches Knowhow voraus.“ (Bild 1).

Von den Sensoren geht es per Kupferleitung, LWL oder Funk zum Schalthaus, in dem sich die Schaltschränke der Auswerteeinheiten befinden. Hier werden die erfassten Daten elektronisch aufbereitet und für Diagnose- und Wartungszwecke in die Leitebene geführt.

Je nach Systemlevel, zum Beispiel bei Gefahrenmeldeanlagen, müssen die Voestalpine-Produkte vor der Installation vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zugelassen werden. „Auch daher haben wir ein großes Interesse an zuverlässigen Kontakten in unserer gesamten Elektronik und in der elektrischen Installation“, so Mühlenbein.

Schnelle und fehlerfreie Verdrahtung

Aufgrund der strengen Auflagen seitens der Bahnbehörden entwickelt Voestalpine alle Sensoren und Auswerteeinheiten sowie Firm- und Software in Eigenregie. Entsprechend hoch sind die Aufwände in der Entwicklung und bei den Tests.

„Damit wir bei den zahlreichen elektrischen Beschaltungs- und Entschaltungs-Vorgängen, die bei den Tests und Simulationen durchgeführt werden, keine Zeit verlieren, haben wir uns für die Push-in-Direktstecktechnik von Phoenix Contact entschieden“, erläutert Mühlenbein. „Mit dieser Anschlusstechnik sparen wir viel Zeit und realisieren erheblich mehr Testzyklen.“ (Bild 2)

Für alle elektrischen Aufbauten bis hin zur betriebsfertigen Anlage nutzt Voestalpine konsequent vorkonfektionierte Leitungen mit Aderendhülse. So vorbehandelte Leiter können in den Push-in-Anschlüssen dank der geringen Einsteckkräfte vom Nennquerschnitt bis hinunter zu einem Querschnitt von 0,34 mm² einfach und werkzeuglos verdrahtet werden.

„Da wir überwiegend mit kleineren Querschnitten arbeiten, ist mit Hilfe der Push-in-Anschlusstechnik sowohl die Installation bei uns und am Endbestimmungsort, als auch im späteren Verlauf die Wartung und Instandhaltung einfacher und dabei störungsfrei umsetzbar“, so Mühlenbein. „Vor allem auch deshalb, weil unsere Anlagen weltweit ausgeliefert und in Betrieb genommen werden. Damit sind wir unabhängiger von der Qualifikation und Sorgfalt des Personals vor Ort.“

Als besonders hilfreich an den Klemmen erweisen sich die orangefarbenen Drückerelemente – dort lässt sich der Kontakt mit jedem beliebigen spitzen oder Schraubendreher-ähnlichen Werkzeug öffnen (Bild 3). Die im Anschlusselement integrierte Feder, die maßgeblich verantwortlich für die Kontaktqualität ist, kann also durch die versehentliche Verwendung eines ungeeigneten Werkzeuges keinen Schaden nehmen.

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