Rundsteckverbinder

Leistungsübertragung mit M12-Steckverbindern

| Autor / Redakteur: Jürgen Sahm * / Kristin Rinortner

Kompakte Powerplayer: 
Normierte Rundsteckverbinder in den Kodierungen K, L und M bieten 
zukunftssichere Geräteanschlüsse für AC- und DC-Anwendungen in der Industrie- und Prozessautomation.
Kompakte Powerplayer: 
Normierte Rundsteckverbinder in den Kodierungen K, L und M bieten 
zukunftssichere Geräteanschlüsse für AC- und DC-Anwendungen in der Industrie- und Prozessautomation. (Bild: Phoenix Contact)

M12-Steckverbinder sind ein Synonym für die industrielle Feldverkabelung. Mittlerweile gibt es ein durchgängig normiertes Programm zur Signal-, Daten- und Leistungsübertragung.

Die vierte industrielle Revolution erfordert leistungsfähige, flexible und vor allem kompakte Anschlusslösungen für die dezentralen Automationsteilnehmer. Der M12-Standard kristallisiert sich hier immer stärker als Universallösung heraus – er bietet Anwendern weltweit eine hohe Zukunftssicherheit.

Das Leitbild „Industrie 4.0“ steht für nicht weniger als die Revolution der industriellen Produktion. Ein Kerngedanke dabei ist die Dezentralisierung intelligenter Mess-, Regel- und Steuerungsfunktionen. Je autarker Automationsteilnehmer wie Sensoren und Aktoren direkt im Feld arbeiten können, desto einfacher und flexibler können sie auf neue Produktionsbedingungen adaptiert werden – ohne dass gleich die gesamte Kommunikationsstruktur modifiziert werden muss (Bild 1).

Weg vom Schaltschrank – hin zu dezentralen Komponenten

Dieser Trend – weg vom großen zentralen Schaltschrank hin zu kompakten dezentralen Komponenten – geht einher mit einem anderen Trend: hin zur leistungsfähigen, flexiblen und kompakten Versorgung der Feldteilnehmer mit Signalen, Daten und Leistung. Für Gerätehersteller, Anlagenbetreiber und Wartungspersonal zählen dabei vor allem Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Die kompakten und dennoch enorm leistungsfähigen Steckverbinder der Baugröße M12 erfüllen diese Anforderungen auf nahezu ideale Weise. Sie sind seit den 1990er Jahren als Industriestandard für Signal- und Datenanwendungen weitgehend etabliert. Dank ihrer Zuverlässigkeit und der internationalen Standardisierung sind sie mittlerweile weltweit zum Synonym für die industrielle Feldverkabelung geworden.

Die Entwicklung des M12-Standards

Bei der Entwicklung und Weiterentwicklung des M12-Standards hatte und hat Phoenix Contact bis heute einen hohen Anteil. Nachdem mit bis zu 17-poligen Ausführungen für Signalanwendungen sowie mit der X-Kodierung für vierpaariges Ethernet nach Cat. 6A lange Zeit das technisch Machbare erreicht schien, wagte man in Blomberg 2010 erstmals den Blick über den Tellerrand hinaus: Warum das Polbild des M12-Steckverbinders nicht auch darauf hin testen, wie viel Leistung damit übertragen werden könnte?

Die Vision dabei: Standardisierte Lösungen für die immer kompakteren Automatisierungsgeräte – und damit ein vollständiges und einheitliches Programm zur Signal-, Daten- und Leistungsversorgung etablieren. Erste Tests waren vielversprechend. Die S-kodierten Ausführungen mit vier Polen (3 + PE) waren für bis zu 630 V und 12 A geeignet. Exakt diese Spezifizierung ging 2011 mit der ersten Generation der Familie „M12 Power“ auch in die Norm IEC 61076-2-111 ein (Bild 2).

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