Direktstecktechnik

Die Evolution des Steckverbinders in Einpresstechnik

29.05.17 | Redakteur: Kristin Rinortner

SKEDD-Verbindung: Mithilfe der SKEDD-Technik lassen sich Leiterplattensteckverbinder erstmals direkt und werkzeuglos in durchkontaktierte Bohrungen auf der Leiterplatte stecken. Würth hat die Technik entwickelt und Wire-to-Board und Board-to-Bord-Anwendungen auf den Markt gebracht.
SKEDD-Verbindung: Mithilfe der SKEDD-Technik lassen sich Leiterplattensteckverbinder erstmals direkt und werkzeuglos in durchkontaktierte Bohrungen auf der Leiterplatte stecken. Würth hat die Technik entwickelt und Wire-to-Board und Board-to-Bord-Anwendungen auf den Markt gebracht. (Bild: Würth Elektronik)

SKEDD ist eine Verbindungstechnik, mit der sich Steckverbinder direkt und werkzeuglos stecken lassen. Wir geben einen Überblick zu Entwicklungen und Untersuchungen bei extremer Toleranzlage.

Die Direktstecktechnik SKEDD setzt auf einer Technologie auf, die seit mehr als 40 Jahren etabliert ist: die Einpresstechnik. SKEDD kann man als logische Weiterentwicklung der Einpresstechnik zu einer mehrfach steckbaren Variante verstehen. Als Würth Elektronik diese Verbindungslösung auf den Markt brachte, stellte sich die Frage, ob die Technik das Potenzial hätte, sich neben der Löt- und Einpresstechnik auf dem Markt zu etablieren oder die anderen Techniken zu verdrängen.

Da bei der SKEDD-Technik Leiterplatten-Steckverbinder direkt und werkzeuglos in durchkontaktierte Bohrungen nach dem Lötprozess auf die Leiterplatte gesteckt werden, bietet die Technik Substitutionspotenzial für viele gängige Verbindungslösungen. Dazu zählen: Hochstrom-Steckverbinder (Automotive / Non-Automotive), Signal-Steckverbinder (niedrig-, hochpolig), Board-to-Board-Verbinder (vertikal, horizontal, gewinkelt), Steckverbinder für Flachbandkabel sowie direktes Stecken von Komponenten auf Leiterplatten (Sicherungen, Relais, LED).

Die Technik beeindruckt durch Schlankheit und Einfachheit, der Nutzen liegt neben Kostenvorteilen vor allem in der Vereinfachung von Herstellprozessen. Zusätzliche Anforderungen an die Leiterplattenqualität oder die Kabelkonfektionierung gibt es nicht.

Grundsätzlich werden SKEDD-Kontakte in Form einer Gabel gestanzt und können mit zwei oder, in der gefalteten Ausführung, mit vier Schenkeln (zwei Schenkelpaare) konzipiert werden. Durch die Faltung sind zwei mechanisch unabhängige Gabeln miteinander elektrisch miteinander verbunden, wodurch das Managen von Freiheitsgraden und die Stromtragfähigkeit verbessert werden.

Da es sich bei SKEDD um eine relativ junge Technik handelt, ist der Nachweis der zuverlässigen Funktion durch eine Grundlagenqualifikation als auch durch verschiedene Nischen- und Serienanwendungen notwendig. Die Grundlagenqualifikation und die Serienanwendung mit dem SKW-Steckverbinder hat Würth erbracht und die Technik zudem lizensiert. Lizenznehmer sind u.a. Phoenix Contact und Lumberg.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44645563 / Verbindungstechnik)

ELEKTRONKPRAXIS News - täglich ca. 14 Uhr

Der tägliche Newsletter von ELEKTRONIKPRAXIS.de. Aktuelle News, Tipps & Wissen aus allen Bereichen der Elektronikindustrie.

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.