Leitungen

Drei Kabel in Einem – CAN-Bus, Ethernet und Stromversorgung

11.05.17 | Autor / Redakteur: Alfred F. Hradil * / Kristin Rinortner

Spezialkabel: 
Das CAN-Bus High Endurance Hybridkabel 
wurde für bewegte Anwendungen unter extremen 
Umweltforderungen konzipiert.
Spezialkabel: 
Das CAN-Bus High Endurance Hybridkabel 
wurde für bewegte Anwendungen unter extremen 
Umweltforderungen konzipiert. (Bild: Hradil)

Die Komposition eines Kabels aus Litzen, Isolationen, Schirmen, Geflechten, Verseilungen und Ummantelungen bestimmt die Qualität eines Spezialkabels. Hradil hat drei Funktionen im Kabel vereint.

Hradil Spezialkabel stellt mit dem „CAN-Bus High-Endurance Kabel“ ein Hybridkabel für den bewegten Einsatz unter extremen Umweltbedingungen vor. Typische Anwendungsfelder sind z.B. Baumaschinen im Tage- und Straßenbau; hier bringen hohe mechanische Anforderungen wie Vibrationen und Zugbelastungen jedes Kabel an seine Grenzen.

Obwohl das Kabel drei separate Einzelkabel in einem vereint, hat es einen Außendurchmesser von lediglich 23,6 mm. Darüber hinaus ist es deutlich widerstandsfähiger und langlebiger als vergleichbare konventionelle Einzelkabel.

Das Hybridkabel stellt drei Funktionen sicher: Neben den Steuerfunktionen in Echtzeit über den CAN-Bus sowie Überwachungs- und Sicherheitsaufgaben über Gigabit-Ethernet können Motoren und Applikationen über sechs Adern á 3 x 1,5 mm2 mit einer Spannung bis zu 300 V versorgt werden.

Alle drei Kabel-Baugruppen, also der CAN-Bus, die Stromversorgung und das Cat.-7-Ethernet-Kabel, werden separat mit einem Mantel aus speziellem gleitfähigen Material geschützt.

Über die sich im Kabelkern befindliche Cat.-7-Ethernet-Baugruppe mit vier Adern á 2 x 0,14 mm2 und 2 x 0,25 mm2 sind in der nächsten Lage der CAN-Bus und die Ethernet-Baugruppe spannungsfrei verseilt. Wichtig ist auch: Der CAN-Bus kann mit einem sehr guten Wert von 120 Ohm für den Wellenwiederstand punkten. Die Stromversorgung erfolgt über sechs spannungsfrei verseilte Bündel. Für jede Ader werden hochflexible Kupferlitzen gemäß IEC 60228 Klasse 6 verwendet.

Geschaffen für robuste Einsätze am Limit

Das komplett aufgebaute High-Endurance Hybridkabel wird von einem TPE-U Mantel (thermoplastisches Polyurethan) geschützt. Der schwarze und halogenfreie Mantel wird mittels Druckextrusion mit den darunterliegenden Baugruppen „verbacken“. Im Kabel können so keine gefährlichen Hohlräume entstehen. Zur Schirmung setzt man auf einen offenen Geflechtsschirm aus hochfestem Textilgarn. Das Kabel bietet damit eine Zugfestigkeit bis maximal 4000 N. Auch beim maximalen Biegeradius kann es punkten.

Das Hybridkabel ist insbesondere für den Außeneinsatz in einem Temperaturbereich von –60 bis 85°C konzipiert. Es ist Ozon-beständig gemäß DIN EN 60811-403 (Verfahren A) und UV-beständig gemäß DIN EN 50289-4-17 (Methode A), öl- und benzinbeständig sowie beständig gegen Kühlflüssigkeiten und Schmiermittel.

* * Alfred F. Hradil ... ist geschäftsführender Gesellschafter von Hradil in Bietigheim.

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