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Leoni im Geschäftsjahr 2015 mit Umsatzzuwachs

23.03.16 | Redakteur: Kristin Rinortner

Leoni: Beim Wachstum in der Region Amerika setzt Leoni auch auf die Produktionsstätte in Lake Orion (USA), die eine Maschine mittels komplexer Schlauchpakete in einen integrationsfertigen Prozessroboter verwandelt.
Leoni: Beim Wachstum in der Region Amerika setzt Leoni auch auf die Produktionsstätte in Lake Orion (USA), die eine Maschine mittels komplexer Schlauchpakete in einen integrationsfertigen Prozessroboter verwandelt. (Bild: Leoni AG)

Leoni konnte seinen Umsatz 2015 deutlich steigern und lag mit 4,5 Mrd. Euro rund 10 Prozent über dem Wert des Vorjahres. 5,5 Prozent des Zuwachses gelangen aus eigener Kraft, wobei sowohl die Automobilbranche als auch zahlreiche Industriebereiche für eine erhöhte Nachfrage sorgten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging allerdings auf 151,3 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 182,5 Mio. Euro). Hauptgrund waren außerplanmäßig hohe Aufwendungen bei Neuprojekten des Unternehmensbereichs Wiring Systems im dritten und vierten Quartal. Zudem enthält dieser Wert einen Einmaleffekt von 19,6 Mio. Euro aus einem anteiligen Werksverkauf. Der Konzernüberschuss beträgt 77,3 Mio. Euro (Vorjahr: 115,1 Mio. Euro). Leoni beabsichtigt, eine Dividende von 1,00 Euro (Vorjahr: 1,20 Euro) pro Aktie auszuschütten.

Um die Profitabilität langfristig zu steigern, hat der Konzern ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt, dessen Umsetzung bereits begonnen hat.

So soll mit einem Sparprogramm die Bordnetz-Sparte wieder auf Vordermann gebracht werden. Im vergangenen Jahr war der Konzern vor allem in einem rumänischen Werk in einer Auftragsflut ertrunken – das hatte hohe Kosten verursacht. Nun will man mit einem Budget von 25 Millionen Euro die Sparte umbauen.

Die vorläufigen Zahlen und die Prognose für 2016 bestätigte Leoni. Mit rund 4,4 Milliarden Euro dürften die Erlöse demnach im laufenden Jahr voraussichtlich um 100 Millionen Euro unter dem Niveau von 2015 liegen. Beim Konzernüberschuss rechnet der Bordnetzhersteller in diesem Jahr mit einem Vorsteuergewinn (Ebit) von 105 Millionen Euro - das wären knapp 50 Millionen Euro weniger als 2015. Unterm Strich war im vergangenen Jahr knapp ein Drittel weniger übriggeblieben: Der Gewinn sank auf 77,2 Millionen Euro.

„2015 war ein herausforderndes Jahr für das Unternehmen. Der Umsatz hat sich erfreulich entwickelt, doch das Ergebnis ist enttäuschend. Es hat für uns höchste Priorität, die Probleme im Bordnetz-Bereich aufzuarbeiten: Wir haben Maßnahmen ergriffen, um die Effizienz nachhaltig zu steigern“, sagte Dieter Bellé, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG, im Rahmen der Bilanzpressekonferenz der Unternehmensgruppe.

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