Kabel

Leoni-Konzernumsatz nach neun Monaten leicht über Vorjahresniveau

12.11.13 | Redakteur: Kristin Rinortner

Leoni: Weiterhin positive Nachfrageentwicklung aus der Automobilindustrie
Leoni: Weiterhin positive Nachfrageentwicklung aus der Automobilindustrie (Bild: Leoni)

Leoni steigerte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2013 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund 1 Prozent auf 2.928,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2.891,4 Mio. Euro). Im dritten Quartal 2013 wurde ein Geschäftsvolumen von 957,9 Mio. Euro nach 954,7 Mio. Euro in der entsprechenden Vergleichsperiode erzielt.

Leoni profitierte von der anhaltend guten Nachfrage der Automobilindustrie vor allem in Nordamerika und China. Durch die Zuwächse im Geschäft mit Bordnetz-Systemen, Kabelsätzen und Automobilleitungen konnte der konjunkturbedingt schwächere Absatz in anderen Industriezweigen ausgeglichen werden. Zuletzt mehrten sich zudem die Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung der Non-Automotive-Bereiche.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im dritten Quartal 2013 mit 36,5 Mio. Euro etwa 31% unter dem Vergleichsniveau des Vorjahres von 53,3 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten kumuliert belief sich das EBIT auf 114,3 Mio. Euro nach 198,8 Mio. Euro im entsprechenden Zeitraum 2012, in dem positive Einmaleffekte in Höhe von 33,2 Mio. Euro enthalten waren. Ergebnisbelastend wirkten sich 2013 vor allem Anlaufkosten bei neuen Bordnetz-Projekten und hohe Restrukturierungsaufwendungen aus. Zudem machten sich Produktmixverschiebungen bei Automobilkabeln und die geringere Kapazitätsauslastung in den Investitionsgüterbereichen bemerkbar. Der Konzernüberschuss betrug im Neunmonatszeitraum 64,1 Mio. Euro (Vorjahr: 131,2 Mio. Euro).

Hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) stieg der Außenumsatz von Januar bis September 2013 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um rund 4% auf 1.727,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1.663,2 Mio. Euro). Zu diesem Wachstum trug auch das üblicherweise ruhigere dritte Quartal bei, in dem ein knapp 3% größeres Geschäftsvolumen von 552,2 Mio. Euro (Vorjahr: 537,5 Mio. Euro) erzielt wurde. Impulse gingen vor allem von der Nachfrage nach Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen aus der exportstarken deutschen Automobilindustrie aus.

Auch zahlreiche Neuanläufe trugen zum Umsatzplus bei. Trotz des Volumenanstiegs verringerte sich das Bereichs-EBIT im dritten Quartal 2013 von 26,0 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro, wobei insbesondere Restrukturierungsaufwendungen für die Schließung eines Standorts in Nordafrika in Höhe von ca. 10 Mio. € für diesen Rückgang maßgeblich waren. Im Neunmonatszeitraum reduzierte sich das Bereichs-EBIT von 104,3 Mio. Euro auf 76,3 Mio. Euro.

Gutes Automotive-Geschäft, Stabilisierung der anderen Industrien

Auch der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) profitierte von der beachtlichen Dynamik der Pkw-Märkte, die für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Automobilkabeln des Unternehmens sorgte. Dadurch konnte das verhaltene Geschäft mit der Investitionsgüterindustrie nahezu ausgeglichen werden. Der Umsatz des Bereichs WCS lag in den ersten neun Monaten 2013 mit 1.200,4 Mio. Euro nur leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1.228,2 Mio. Euro.

Neben dem konstant guten Absatz von Automobilleitungen sorgte die sukzessive Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Investitionsgüterindustrien für steigende Nachfrage. Dies schlug sich positiv im Geschäftsvolumen des dritten Quartals 2013 nieder, in dem der Bereichsumsatz mit 405,8 Mio. Euro (Vorjahr: 417,3 Mio. Euro) den im bisherigen Jahresverlauf höchsten Wert markierte. Davon profitierte auch das Bereichs-EBIT, das von Juli bis September 19,2 Mio. Euro (Vorjahr: 27,3 Mio. Euro) erreichte. Kumuliert erzielte der Unternehmensbereich in den ersten neun Monaten ein EBIT von 38,0 Mio. Euro nach 94,3 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum, in dem ein hoher Einmalertrag von 28,3 Mio. Euro enthalten war. 2013 wurde die Ertragslage vor allem von Restrukturierungsaufwendungen, einer geringeren Kapazitätsauslastung im Industriegeschäft und einem ungünstigeren Produktmix bei Automobilkabeln belastet.

Umsatz- und Ergebnisprognose für Gesamtjahr bestätigt

Der bisherige Jahresverlauf bestätigte die Einschätzung von Leoni, dass 2013 ein Übergangsjahr ist. Die Nachfrage wichtiger Abnehmerbranchen zeigte sich wie erwartet verhalten mit Ausnahme der Automobilindustrie, die sich besser als zu Jahresbeginn prognostiziert entwickelte. Diese Entwicklung hatte Leoni bereits im August dazu veranlasst, das Konzern-Umsatzziel für das Gesamtjahr 2013 leicht von 3,7 Mrd. Euro auf 3,8 Mrd. Euro anzuheben (Vorjahr: 3,81 Mrd. Euro). Der Unternehmensbereich Wiring Systems wird demnach mit 2,2 Mrd. Euro voraussichtlich etwas mehr beitragen als zunächst geplant; das Umsatzziel im Segment Wire & Cable Solutions bleibt unverändert bei 1,6 Mrd. Euro.

Der Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2013 untermauerte diese Neueinschätzung, sodass keine weitere Anpassung notwendig ist. Dies gilt auch für die Ertragslage: Beim Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern wird weiterhin mit einem Niveau von 170 Mio. Euro (Vorjahr: 237,9 Mio. Euro) gerechnet. Ergebnisbelastend wirken sich erwartungsgemäß vor allem die hohen Anlaufkosten für Neuprojekte sowie die schwächere Kapazitätsauslastung in den Investitionsgüterbereichen aus. Hinzu kommen über den ursprünglichen Planungen liegende Restrukturierungsaufwendungen. Zum Konzernergebnis werden der Unternehmensbereich WSD aus heutiger Sicht ein EBIT von 110 Mio. Euro beitragen und das Segment WCS ein Ergebnis von 60 Mio. Euro. //

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