SMA Technologie

500-kW-Zentralwechselrichter für Rekord-Solaranlage

03.05.2007 | Redakteur: Jan Vollmuth

Leistungsträger: 500-kW-Wechselrichter für die Solaranlage in Brandis in der SMA-Fertigung

Auf einem stillgelegten Militärflughafen bei Brandis in der Nähe von Leipzig entsteht bis Ende 2009 die derzeit größte Photovoltaik-Anlage der Welt mit 40 MW Leistung. Die SMA Technologie AG aus Kassel liefert die komplette Systemtechnik.

SMA verzeichnet damit den bislang größten Einzelauftrag für Zentralwechselrichter: In einem Zeitraum von April 2007 bis August 2008 liefert das Unternehmen 42 Zentralwechselrichter der Bauart „Sunny Central“ mit einer Leistung von je 500 kW an das auf Sonnenenergie spezialisierte Unternehmen juwi solar der juwi-Gruppe aus Bolanden (Rheinland-Pfalz). Weitere 20 Einheiten sollen 2009 geliefert werden. Darüber hinaus umfasst der Auftrag die für eine internetbasierte Anlagenüberwachung benötigte solare Datentechnik.

Solaranlage auf der Fläche von 200 Fußballfeldern

Bis Ende 2009 errichtet juwi auf einem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig eine 40-MW-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie. Die Anlage im sächsischen Muldentalkreis wird auf der Hälfte einer 220 ha großen Fläche in den Gemeinden Brandis und Bennewitz gebaut. Die Grundfläche der Anlage entspricht rund 200 Fußballfeldern. Die Anlage verspricht eine CO2-Einsparung von ca. 25.000 Tonnen pro Jahr.

„Hier kommen Zentralwechselrichter zum Einsatz, von denen jeder einzelne mehr als das 120-fache der Leistung einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage erzeugt,“ erklärt Gerd Hackenberg, Produktmanager Zentralwechselrichter bei SMA. „Dies ist ein Schritt in eine Dimension, die zeigt, dass die konventionelle Stromerzeugung mittelfristig ersetzbar ist – ohne atomares Risikopotenzial und ohne Klimagefährdung.“

Erneuerbare Energien sind ein Jobmotor

Das Aufstellen der Wechselrichter in unmittelbarer Nähe zu den Modulen reduziert Verkabelungskosten und den Installationsaufwand deutlich. Die eingesetzten Dünnschichtmodule kommen bei gleicher Leistung mit erheblich weniger Rohstoffaufwand aus als vergleichbare Module. Insgesamt werden 550.000 Module verbaut, die wie auch die bodennahe Unterkonstruktion aus deutscher Produktion stammen.

Die Solaranlage ist ein wichtiger Jobmotor für den regionalen Arbeitsmarkt: Für die Errichtung des Solarparks werden zusätzlich etwa 100 Arbeitskräfte aus der Region Leipzig-Brandis beschäftigt. Bei SMA können durch die anhaltend gute Geschäftsentwicklung 12 zusätzliche Ausbildungsplätze für den Beruf des Elektroanlagenmonteurs geschaffen werden.

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