Energy Harvesting

Wie sich ein Smart Home mit Funk statt Kabel realisieren lässt

07.03.17 | Redakteur: Thomas Kuther

Die Schlüssel zum Smart Home: über Funk vernetzte Sensoren und Aktoren.
Die Schlüssel zum Smart Home: über Funk vernetzte Sensoren und Aktoren. (Bild: EnOcean)

Im Smart Home müssen Sensoren und Aktoren miteinander vernetzt sein. Ideal wäre es, wenn man dabei auf Kabel verzichten könnte. Mit Funk und Energy Harvesting ist das möglich.

Sowohl in der Gebäudeautomation als auch im Smart Home werden Funktechnologien immer beliebter. Sie bieten mehr Flexibilität bei der Planung und sparen in der Installationsphase eine aufwendige und teure Verkabelung. Bei batterielosen Funklösungen entfällt zudem die Wartung im Betrieb.

Sensoren dienen in einem intelligenten Gebäude als Sinnesorgane, die unterschiedliche Daten wie Temperatur, Feuchte, Anwesenheit oder CO2 erfassen, um Aktoren intelligent zu steuern. Die Vernetzung der Komponenten ist aufgrund der notwendigen Verkabelung jedoch aufwendig und kostenintensiv. Funklösungen bieten hier die nötige Flexibilität. Allerdings sind diese in der Regel von Batterien abhängig, die zyklisch ausgetauscht werden müssen. Dadurch sind ihre Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt und der Betrieb ist wartungsintensiv. Hinzu kommt, dass Batterien langfristig teuer sind und als umweltbelastender Sondermüll entsorgt werden müssen. Funktechniken, die ohne Batterien auskommen, bieten hier klare Vorteile.

Funksysteme ermöglichen auch komplexe Smart Homes

Wenn möglichst viele Sensoren und Schalter verfügbar sein sollen, eignen sich kabelgebundene Systeme kaum. Es wäre zu aufwändig und unflexibel, jeden Sensor mit einer eigenen Leitung zu bestücken. Funksysteme sind hier kabelgebundenen Lösungen weit überlegen. Rauchmelder, Sensoren für Anwesenheit, Temperatur, Luftqualität und Licht oder Schalter: Ohne Kabelzwang lassen sich diese Systeme genau dort anbringen, wo sie wirklich gebraucht werden. Zeitgleich behält man die Flexibilität, das System nachträglich um neue Produkte und zusätzliche Sensoren zu erweiterten, ohne dass Wände aufgebrochen werden müssen.

Dank funkbasierter Sensoren und Schalter ist die Abstimmung verschiedener Gewerke minimiert, ebenso wie der Eingriff in bereits bestehende Bausubstanz. Wird ein Bürogebäude für einen neuen Zweck umgebaut, müssen weder Kabelkanäle in Wände gebrochen noch Stromleitungen an eigentlich unpassenden Stellen gelegt werden.

Das minimiert die Kosten und erhöht die Akzeptanz beim Bauherren oder dem künftigen Besitzer. Idealerweise lässt sich von Beginn an so planen, dass sämtliche Kabel- und Netzwerkanschlüsse in der Decke oder im Boden verlaufen. Senkrechte Wände wären dann größtenteils „nur“ noch Raumtrenner – gerade bei Zweckbauten schafft man so von Beginn an eine größtmögliche Flexibilität für die Nutzung.

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