Elektronik hilft

Ansmann unterstützt Pilotprojekt in Burkina Faso mit Ladegeräten

29.01.14 | Redakteur: Thomas Kuther

Reis statt Giftmüll: Ansmann unterstützt ein Pilotprojekt in Burkina Faso mit Ladegeräten zum Laden von Mono-Akkus mit Energie aus einer Solaranlage
Reis statt Giftmüll: Ansmann unterstützt ein Pilotprojekt in Burkina Faso mit Ladegeräten zum Laden von Mono-Akkus mit Energie aus einer Solaranlage (Bild: Ansmann)

Im Rahmen des Projekts „Reis statt Giftmüll“ hat Ansmann 20 Ladegeräte nach Burkina Faso geliefert. Mit ihnen lassen sich 80 Monozellen-Akkus gleichzeitig mit Solarstrom laden, was jede Menge Giftmüll vermeidet.

Rund 80 Prozent der Bevölkerung von Burkina Faso haben keinen Stromanschluss. Sie benötigen aber Elektrizität für ihre vielen kleinen elektrischen Geräte wie Taschenlampen, große LED-Lampen, Radios und Handys. Zum Aufladen ihrer Handys müssen die Landbewohner oft Wege bis zu zehn Kilometer zum nächstgelegenen Kiosk zurücklegen.

Eine Familie verbraucht rund 1000 Batterien pro Jahr

Die meisten kleinen Elektrogeräte werden mit billigen, quecksilberhaltigen Einwegbatterien der Größe Mono D betrieben, die überwiegend aus China kommen. So verbraucht eine durchschnittlich große Familie mit 20 bis 25 Personen zwischen 900 und 1100 Batterien jährlich. Ein Recycling ist (fast) nirgends organisiert und so landen die giften Alt-Batterien meist in freier Landschaft, wo sie mit der Zeit erodieren und die Böden verseuchen.

Akkus statt Einwegbatterien

Aus diesem Grund hat der Verein „Lernen-Helfen-Leben e.V.“ im November 2013 das Projekt „Reis statt Giftmüll“ ins Leben gerufen, um alle Einwegbatterien durch wieder aufladbare Akkus zu ersetzen. Neben Aufklärungskampagnen über die Vorteile und optimale Pflege von Akkus wurde dazu in dem Dorf Gourgou bei Tenkodogo eine zentrale, mit Solarstrom betriebene Ladestation zur praktischen Erprobung errichtet.

Ladegeräte aus Assamstadt für Westafrika

Die dafür benötigten Ladegeräte stammen von der Ansmann AG aus Assamstadt, einem Spezialisten für mobile Energielösungen und Pedelec-Antriebssysteme. „Gerne unterstützen wir gemeinnützige Projekte, wo wir können und es für sinnvoll erachten. Wir dürfen unsere Augen nicht vor der Not anderer verschließen und müssen uns unserer sozialpolitischen Verantwortung stellen“, so Vorstand Markus Fürst.

Niedrigere Kosten und weniger Giftmüll dank Akkus

In den 20 Ladegeräten können nun 80 Akkus gleichzeitig geladen werden, zusätzlich stehen 40 Handyladeplätze zur Verfügung. Für das Dorf eine enorme Einsparung an Kosten und Giftmüll – oder in Naturalien ausgedrückt: Durch den Wechsel von Einwegbatterien zu wieder aufladbaren Akkus spart eine Familie jährlich Kosten in Höhe von 100 Kilogramm Reis! Das Modellprojekt in Gourgou soll dazu beitragen, übertragbare Methoden und Erkenntnisse zu gewinnen und so schrittweise einen Systemwechsel in ganz Burkina Faso in Gang zu bringen.

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