Aus dem Online-Handel

Gefälschte AMD-Ryzen-Prozessoren im Umlauf

17.07.17 | Autor / Redakteur: Mit Material von dpa und heise.de / Sebastian Gerstl

Im Onlinehandel sind Fälschungen des neuen AMD-Ryzen-Prozessors im Umlauf.
Im Onlinehandel sind Fälschungen des neuen AMD-Ryzen-Prozessors im Umlauf. (Bild: AMD)

Mit der Ryzen-Architektur will AMD noch einmal das Segment der Hochleistungs-Desktop-CPUs erobern. Im Onlinehandel sind nun Fälschungen von AMD-Prozessoren der Generation aufgetaucht.

Bei den Fälschungen der neuen Ryzen-Prozessoren von AMD handele es sich um Exemplare des Modells „7 1700“, wie das Fachportal Heise online berichtet.

Laut Heise-Beitrag schilderte ein betroffener Käufer seine Erfahrungen direkt auf den Online-Portal Reddit und belegte seine Erlebnisse mit Bildern. Demnach soll der Prozessor dabei nicht über einen Marketplace-Händler gekauft worden sein, sondern direkt über Amazon selbst. Der vermeintliche Ryzen-Prozessor erreichte den Käufer in einer Verpackung, die der originalen AMD-Verpackung sehr ähnelte oder dieser sogar entspricht. Auch ein zweiter Fall eines deutschsprachigen Käufers wurde gemeldet.

Die Käufer hätten demnach nicht die erwartete Kombination aus Original-Prozessor und Wraith-Spire-Kühler von AMD erhalten. Statt dessen handelte es sich bei der Ware aller Wahrscheinlichkeit nach um auf 2,9 GHz getaktete Intel-Celeron-CPUs mit Passivkühler, die mit gefälschten Ryzen-Stickern beklebt gewesen seien.

Einbau nicht möglich

Auch wenn die Ware in einer echt anmutenden, versiegelten Originalverpackung geliefert wurde: Der Betrug fällt Käufern spätestens dann auf, wenn sie den Prozessor einbauen wollen. Das geht gar nicht, weil die Ryzen-CPUs den AMD-Sockel AM4 auf dem Mainboard brauchen, die Fälschungen aber nur auf den Intel-Sockel 1151 passen.

Wie die Fälschungen genau in Umlauf gelangt sind ist derzeit noch unklar. Heise mutmaßt, dass Fälscher bewusst echte Ryzen-Prozessoren in Originalverpackungen gekauft, den echten Prozessor und Kühler ausgetauscht, das Siegel gefälscht und wieder zu Amazon zurückgeschickt haben könnten.

Betrugsopfer sollten zunächst einmal den Händler in die Pflicht nehmen. Woher die umetikettierten Prozessoren stammen, ist den Angaben zufolge noch unklar. Vor allem im Bereich des Amazon Marketplace sind bereits mehrmals Betrugsfälle im Zusammenhang mit Elektronik aufgefallen, wie Heise meldet.

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