22.03.2007 | Redakteur: Martina Hafner
NXP Semiconductors plant, seine Halbleiterfabrik in Böblingen zum Jahresende 2007 zu schließen. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen.
Der Großteil der Fertigung soll zukünftig von den NXP Fabriken in Nijmegen, Niederlande, und Hamburg übernommen werden. Grund für die Entscheidung sei, dass sich die ohnehin schwache Auslastung des Standorts Böblingen nochmals um 30% verschlechtert habe, da sich das Unternehmen kürzlich aus zwei unprofitablen Geschäftsfeldern zurückgezogen hatte. Durch die Steigerung des Produktionsvolumens an den beiden Standorten Nijmegen und Hamburg verbessere sich zudem die Kostenstruktur sowie die Produktivität und die Effizienz von NXP in Europa.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Fabrik und der prognostizierten Entwicklung ist sie unausweichlich. Wir haben innerhalb der gesamten NXP-Organisation alle Möglichkeiten geprüft und auch neue Prozesse, Produkte und Partnerschaften in Betracht gezogen. Allerdings gibt es keine wirtschaftlich tragfähigen Alternativen,“ erklärt Dr. Volker Kuckhermann, Geschäftsführer von NXP Semiconductors in Deutschland den Schritt. „Unser Ziel ist es, in Gesprächen mit der IG Metall und dem Betriebsrat sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Außerdem werden wir die Agentur für Arbeit in Böblingen bitten, mit uns gemeinsam auf dem Firmengelände eine Jobbörse einzurichten, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern behilflich ist, eine neue Stelle zu finden,“ so Kuckhermann.
Die deutsche Organisation soll aber auch zukünftig in der globalen Organisation von NXP eine Schlüsselposition innehaben. Die Innovationszentren in Hamburg, Nürnberg und Dresden sind maßgeblich an den internationalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beteiligt. Hamburg, Hauptsitz der deutschen Organisation mit mehr als 2400 Mitarbeitern, ist das strategische Zentrum für die Tätigkeiten des Unternehmens im Bereich Automotive, Identification und Diskrete Halbleiter. Die Fabrik in Hamburg produziert über eine Mio. Wafer im Jahr.
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