Applikationsprozessoren für Mobilgeräte

Ein Riesenschritt für das Android-Ecosystem

19.06.12 | Redakteur: Holger Heller

Amit Rohatgi, MIPS Technologies: Durch Android finden sich nun MIPS-basierte Applikationsprozessoren in Tablets und Smartphones
Amit Rohatgi, MIPS Technologies: Durch Android finden sich nun MIPS-basierte Applikationsprozessoren in Tablets und Smartphones

Am 1. Mai 2012 hat Google ein Update seines Native Development Kits (NDK) vorgestellt, mit dem sich native Apps auf MIPS-basierten Geräten entwickeln lassen – für MIPS Technolgies von großer Bedeutung. Google nahm also Notiz von den Millionen MIPS-basierten Android-Geräten und ergriff Maßnahmen, um das MIPS ABI zu unterstützen.

Entwickler konnten zuvor ein MIPS NDK von der MIPS Developer Website herunterladen. Nun erhalten sie es von der Android Developer Site – von der die meisten Entwickler das NDK beziehen. Mit diesem Schritt erwartet MIPS, dass viele neue Entwickler nun MIPS-kompatible Apps in kurzer Zeit bereitstellen werden.

Die Mehrzahl der Android-Apps (die Dalvik-basiert sind) ist bereits für MIPS-basierte Plattformen verfügbar. Bei bestimmten grafik- und ressourcenintensiven Apps entscheiden sich jedoch manche Entwickler, nativ zu kodieren, um die Performance und Zugänglichkeit zu verbessern. MIPS sieht das ein – weshalb das NDK mit MIPS-Support auf der Entwickler-Homepage von MIPS angepasst wird. Mit der Release 8 des offiziellen Android NDK können Entwickler nun über Architekturen hinweg nativ kodieren, was zu Apps führt, die auf verschiedenen Geräten funktionieren, einschließlich MIPS-basierter Geräte.

Googles Schritt, das MIPS ABI in die Release 8 des Android NDK zu integrieren bedeutet für verschiedene Leute verschiedene Dinge.

MIPS ABI in der Release 8 des Android NDK

Für den Endanwender wird sichergestellt, dass die gewählten Apps konsequent auf allen internetfähigen Geräten funktionieren, unabhängig von der Architektur auf der sie basieren – und sei es MIPS, x86 oder ARM.

„Für den Entwickler verspricht die Release 8, dass seine Apps jetzt in größerem Umfang zum Einsatz kommen können, was mehr Gewinn abwirft“, erklärte Amit Rohatgi, Principal Mobile Architect bei MIPS Technologies. Ihm stehe nun auch die Tür zu nicht-traditionellen Android-Märkten wie Digital-TV, Settop-Boxen und andere Home-Entertainment-Geräte offen.

Für OEMs, ODMs und Halbleiterpartner ergibt sich laut Rohatgi Freiheit bei der Wahl der CPU, die nun nach den Vorteilen der jeweiligen Architektur ausgesucht werden kann. MIPS geht davon aus, dass seine Architektur in Sachen Preis-Leistungsverhältnis führend ist.

MIPS-kompatible Android-Apps

Für Google ist es ein Schritt, der Glaubwürdigkeit bringt, da das Unternehmen schon viele Male in der Vergangenheit erklärte, dass Android offen für alle Architekturen sein soll. Die Möglichkeit, nun mehr MIPS-kompatible Android-Apps entwickeln zu können, erhöht auch das Potenzial, weitaus mehr Android-basierte Geräte auf den Markt bringen zu können.

Für MIPS und seine Kunden ist dieser Schritt eine öffentliche Anerkennung der wachsenden Bedeutung von MIPS im Mobilgerätebereich sowie eine Erweiterung des MIPS-Mobile-Ecosystems. Wenn immer mehr MIPS-basierte Mobilgeräte auf den Markt kommen, wächst auch das Mobile-Application-Ecosystem rund um MIPS.

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