Applikationsprozessoren

Freescale integriert bis zu vier ARM-Kerne in eine CPU

28.06.11 | Redakteur: Holger Heller

Bernd Lienhard, Freescale: Quad-Core-Applikationsprozessor auf ARM-Basis vorgestellt
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Bernd Lienhard, Freescale: Quad-Core-Applikationsprozessor auf ARM-Basis vorgestellt

Mit der skalierbaren i.MX-6-Baureihe bietet Freescale Applikationsprozessoren an, die mit einem bis vier Prozessorkernen ausgestattet werden können. Welche Märkte die Multimedia-Alleskönner beleben sollen, lesen Sie hier.

Freie Wahl für Entwickler: einer bis vier ARM-basierte CPU-Kerne lassen sich in die i.MX-6-Prozessoren von Freescale verbauen, was optimale Leistungsreserven für viele aktuelle Consumelektronik-Anwendungen garanterit. Die untereinander pinkompatiblen Familienmitglieder der i.MX-6-Serie basieren auf Cortex-A9-Rechenkernen, die mit einer Reihe integrierter IP-Blöcke zusammenspielen.

Hersteller von Infotainment-Systemen in Fahrzeugen, Tablet-PCs, eReadern und anderen tragbaren Geräten soll somit höchste Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit geboten werden.

„Freescale hat seine Pläne für die i.MX-6-Baureihe auf der International Consumer Electronics Show 2011 öffentlich gemacht, und nur sechs Monate später freuen wir uns, die erste funktionierende Realisierung dieses Produktes in Silizium demonstrieren zu können,“ meinte Bernd Lienhard, Vice President und General Manager der Multimedia Applications Division bei Freescale.

Die i.MX-6-Baureihe im Detail

Die Produktreihe besteht aus dem i.MX-6Solo- mit einem, dem i.MX-6Dual- mit zwei und dem i.MX-6Quad-Prozessor mit vier Rechenkernen. Die Bausteine verfügen über 1080p H.264 Dual-Stream-Videoverarbeitung für die Dekodierung von 3D-Videos, die Freescale-eigene Triple-Play-Grafikarchitektur für 3D-Grafikdarstellung im Konsolenstil mit 200 MT/s, eine separate 2D BLT-Engine für die Beschleunigung von Benutzerschnittstellen und eine weitere separate 2D OpenVG-Engine für vektorbasierte Grafik.

Im Sinne einer flexiblen Systementwicklung bietet die i.MX-6-Baureihe folgende Funktionen:

  • Versionen mit einem, zwei und vier Rechenkernen,
  • Unterstützung für bis zu zwei (2x QXGA, 2048 x 1536) bzw. vier (2x WUXGA, 1920x1200 + 2x HD1080) Displays gleichzeitig,
  • Triple-Play-Grafikarchitektur mit drei physikalisch getrennten Grafik-Engines für die optimale Darstellung von Spielen, Benutzerschnittstellen und steuerungsrelevanten Grafiken,
  • DDR3/LP-DDR2, BGA-/POP-Gehäuse, PCIe/SATA/GbE, USB/SD/MIPI, CAN-Controller / MLB150 Bus, LVDS,
  • 64-Bit-Speicherbus

Gemeinsame SoC-IP-Module garantieren die familienübergreifende Kompatibilität von Software und Entwicklungstools; integrierte Power-Management-Funktionen, zahlreiche I/Os und Pinkompatibilität weniger komplexe Produkte und geringere Entwicklungskosten. Support für die PC-Welt erfolgt über DDR3, Gehäuse mit 0,8 mm Pinabstand, PCIe, SATA und GbE sowie Unterstützung für die Betriebssysteme Android, QNX, Linux und Windows.

Während viele Bausteine heute eine Reihe von Sensoren verschiedener Anbieter benötigen, erhalten Kunden ihre i.MX-Prozessoren zusammen mit den entsprechenden Sensoren in einer Lieferung aus einer Hand - von Freescale. Entwickler werden so entlastet und können ihre neuen Consumer-Geräte schneller am Markt platzieren. Darüber hinaus entwickelt Freescale kompatible Power-Management-Lösungen für die Systemebene sowie i.MX-Referenzdesigns, mit deren Hilfe OEM-Kunden die Marktreife noch schneller erreichen können.

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