electronica 2010

Meilensteine der CPU-Entwicklung

23.09.10 | Redakteur: Holger Heller

Auf der electronica präsentieren die Halbleiterhersteller ihre neuesten Single- und Multicore-Prozessoren mit Virtualisierungs-Support, einschließlich passender Software. Das Open Source Automation Development Lab (OSADL) stellt zum ersten Mal aus.

Die Themen Virtualisierung und Multicore ziehen sich wie ein roter Faden durch die electronica 2010, die vom 9. bis 12. November in den Hallen der Messe München stattfindet. Das Open Source Automation Development Lab (OSADL) ist zum ersten Mal vor Ort vertreten und zeigt auf Open Source Basis entwickelte Lösungen für die Prozessorentwicklung.

"Nach der Einführung von Hardware-Virtualisierung in Serversystemen werden nun zunehmend auch Steuerungskomponenten und Embedded-Systeme virtualisiert", erklärte Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Messe München. Dittrich weiter: "Auch Multicore-Prozessorarchitekturen haben ihren Siegeszug zunächst in Serversystemen begonnen, landeten aber schon bald danach auf dem Desktop und feiern jetzt Einzug in Embedded-Systeme."

Mit dem Kampf um Verfügbarkeits-Prozente fing es an. Ursprünglich hatte Virtualisierung nur das Ziel, eine Methode bereitzustellen, das schnelle Auswechseln von unzureichender oder defekter Serverhardware zu ermöglichen. Eine wichtige Marke war dabei die Serververfügbarkeit von 99,99%, was einer Ausfallzeit von maximal 52 Minuten im Jahr entspricht. Die komplette Neuinstallation eines Gesamtsystems ist in dieser Zeit aber nicht möglich. Virtualisierung erfordert jedoch nur die Einrichtung einer minimalen Server-Umgebung (Host-System), denn der eigentlich Nutzrechner (Gast-System) kann hardwareunabhängig weiter verwendet werden.

Virtualisierung

Ein weiterer Vorteil der Virtualisierung besteht in der Möglichkeit, mehrere verschiedene Gast-Systeme gleichzeitig auf einer einzigen Hardware zu betreiben. Das bietet z.B. Call-Centern die Möglichkeit, Investitions- und Wartungskosten zu reduzieren. Damit können Mitarbeiter im technischen Kundendienst mit einem einzigen Computer arbeiten und trotzdem schnell und unkompliziert auf das jeweils vom Kunden verwendete System umschalten und das aktuelle Problem nachstellen. Je nach Virtualisierungsverfahren ist es dabei möglich, auf einem einzigen Singlecore-Prozessor mehrere virtualisierte Systeme zu betreiben. In vielen Fällen erlauben Multicore-Prozessoren es darüber hinaus, jedem virtualisierten System eine definierte Anzahl von Cores zur Verfügung zu stellen.

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