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Gemeinsame Sache mit Intel für Wachstumsmarkt Digital Signage

 

14.01.2010 | Redakteur: Martina Hafner

 

Microsoft hat angekündigt, gemeinsam mit Intel eine Plattform speziell für Digital-Signage-Anwendungen im Einzelhandel zu entwickeln. Basis sind Windows Embedded Standard 2011 und Intels Core-i7-Prozessor.


Microsoft und Intel wollen gemeinsam vom wachsenden e-Signage-Markt profitieren (Foto: e-Signage in Tokyo. Fotograf: Andreas Mühlbauer)
Microsoft und Intel wollen gemeinsam vom wachsenden e-Signage-Markt profitieren (Foto: e-Signage in Tokyo. Fotograf: Andreas Mühlbauer)
Während der NRF Annual Convention & Expo diese Woche in New York zeigte Microsoft gemeinsam mit HP ein auf Windows Embedded Standard 2011 und Intel-Technik basierendes Konzeptmodell. Auf dem System lassen sich hochaufgelöste Videos auf zwei separaten Displays abspielen. Mittels anonymer Videoanalyse wird das Geschlecht eines Nutzers erkannt. Zudem ist die Multitouch-Bedienung möglich. Die Digital Signage Plattform auf Basis von Windows Embedded Standard 2011 und dem Intel Core i7 Prozessor wird im zweiten Quartal 2010 verfügbar sein.
Beide Unternehmen würden im Moment gezielte Initiativen zur Markteinführung erörtern, heißt es seitens Microsoft. Ziel sei es, Standards für den stark fragmentierten Markt zu setzen. Microsoft und die Embedded Division von Intel planten unter anderem Trainingsprogramme für Partner sowie gemeinsame Verkaufs- und Marketingstrategien.

Gute Wachstumsprognosen für e-Signage

Im Einzelhandel werden nach Meinung der Marktforscher von iSuppli im Jahr 2013 dreimal so viele E-Signage-Displays zu Werbezwecken eingesetzt werden wie heute. Laut einer Prognose aus dem Sommer 2009 sollen 2013 etwa 2,5 Mio. E-Signage-Displays verkauft werden; im Jahr 2008 waren es 758.122. Dies entspricht einer Jahreswachstumsrate von 26,8%. Die Bandbreite der zu Werbezwecken eingesetzten Displays reicht dabei von LCD-Bildschirmen bis hin zu LED-Videodisplays.
Hintergrund dieser Entwicklung sei der wachsende Bedarf des Einzelhandels an mehr zielgerichteter und interaktiver Werbung, den Fernsehspots und gedruckte Anzeigen nicht erfüllen könnten, so die Analysten. Zudem sei diese Form der Werbung langfristig betrachtet für den Einzelhandel deutlich kostengünstiger – trotz der Investitionen in den Plattformwechsel.

Display-Werbung nach Maß

Die gemeinsame Plattform von Intel und Microsoft bietet unter anderem folgende Funktionen und Möglichkeiten:
  • Videoanalyse: Mit eingebauten Kameras sollen Werbeprofis den Erfolg ihrer Kampagne effektiv auswerten können. Die zugrundeliegende Technologie analysiert die physischen Merkmale des Benutzers und schneidet die Display-Werbung darauf zu.

  • Das Schwenken und Zoomen im Webbrowser sowie Touch und Gestenerkennung als Standard sollen die Bedienung verbessern.

  • Installation und Verwaltung aus der Ferne: Durch die Minimierung von Vor-Ort-Wartung, Updates und Reparaturen sollen sich Betriebskosten senken lassen.

  • Leistungsaufnahme: Hersteller können energiesparende Geräte entwerfen, da sich die Benutzeroberfläche an die Umgebung anpasst.

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