Fehlersuche in Digitalsystemen
Busübergreifende Fehlerdiagnose macht Logikabläufe auf mehreren Bussen gleichzeitig sichtbar
02.04.2008 | Autor: Dave Ireland*
Ein Fehler in einem Bus kann seinen Ursprung - und seine Auswirkungen - in mehreren Bussen im System haben. Integrierte Instrumente sind in der Lage, serielle, parallele und sogar analoge Ereignisse zeitkorreliert auf einen einzigen Logikanalysator auszugeben. Sie erleichtern die Ursachenforschung und decken Wechselwirkungen auf.
Drei Konzepte für das Aufzeigen der Logikabläufe
Der klassische Ansatz kombiniert einen standardspezifischen Protokollanalysator mit einem Logikanalysator (LA). Ersterer kümmert sich um die serielle Erfassung, während der LA parallele Busdaten aufzeichnet, die für das jeweilige Problem relevant sein können.
Ein alternativer Ansatz besteht darin, einen LA zusammen mit einem Bus-Supportpaket zu verwenden, das eine externe Schnittstelle zur Umwandlung der seriellen Daten in die vom Logikanalysator verwendeten parallelen Daten beinhaltet.
Eine dritte Methode wurde von Tektronix entwickelt: Die Logikanalysatoren der Serie TLA7000 können mit integrierten seriellen PCI-Express-Erfassungsmodulen ausgerüstet werden, die sich genau wie die parallelen Versionen direkt an das LA-Mainframe anschließen lassen. Serielle und parallele Erfassungsmodule können innerhalb eines Systems gemischt werden. Mit dieser seriellen Unterstützung ist die Serie in der Lage, parallele und serielle Daten ebenso wie Analogsignale von einem Oszilloskop zu erfassen und auf dem LA-Bildschirm zeitkorreliert darzustellen. Das vereinfacht die Fehlersuche in digitalen Systemen. Durch den Einsatz serieller und paralleler PCI- Express-Module können mit einem einzigen Logikanalysator busübergreifende Analysen durchgeführt werden.
Digitale Lösungen beginnen mit einer Diagnose der analogen Elemente
+ Bei der Diagnose nicht auf einen Bus beschränken
Integrierter Debug-Port liefert gerätespezifische Echtzeitdaten
Bild 2 zeigt eine State Machine, die innerhalb eines seriellen PCI-Express-Empfängers realisiert sein könnte. Die vereinfachten Interaktionen symbolisieren eine normale Verbindungsprozedur und die schwarzen Pfeile markieren die zulässigen Statusübergänge.
Bild 3 zeigt ein Blockdiagramm, das die Prüfanordnung für die serielle PCI-Express-Verbindung und die zugehörigen State Machines auf Sender- und Empfängerseite zeigt. Angenommen, es handelt sich um eine Fehlersuchroutine, die den Ursprung verstümmelter Daten an der seriellen Verbindung ermitteln soll. Die Debug-Ports sind an ein paralleles Erfassungsmodul angeschlossen, die PCI-Express-Verbindung an ein serielles Modul.
Die Bildschirmdarstellung der LA-Erfassung zeigt das Bild 4. Der vom Debug-Port des Empfängers erfasste parallele Datenstrom wurde hinzugefügt. Der neue LA-Kurvenzug für die Busform hat die Hexadezimalwerte aus dem Diagramm der State Machine (unteres Signal) übernommen. Bei beiden Busform-Envelopes soll der Punkt betrachtet werden, an dem sie von der roten Cursorlinie gekreuzt werden. An dieser Stelle geht die Verbindung in den Overflow-Status (001). Hier stimmt etwas nicht: Die Routine ist direkt vom Idle- in den Overflow-Status gesprungen, was unmöglich ist, wenn die State Machine ihre Anweisungen ordnungsgemäß abarbeitet. Der graue Pfeil in Bild 2 weist auf diesen Fehler-Schritt hin.Latenzzeit wird genau widergespiegelt
Gewünschte Funktionen werden synthetisiert
Falls das nicht die Fehlerursache ist, werden andere Signale an den Debug-Anschluss geleitet, um das Verhalten des Bauelements abzubilden. Nach Auswertung der Current-State-Daten, könnte der FPGA so programmiert werden, dass die Next-State-Daten an den Debug-Port ausgegeben werden. Das könnte Probleme aufzeigen, die im Current State nicht zu sehen sind, und natürlich gibt es noch viele weitere Zustände, die näher untersucht werden könnten.
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