CES 2013

Elektronik macht das Auto zum digitalen Begleiter

28.12.12 | Redakteur: Thomas Kuther

Eine einzige berührungslose Geste mit der Hand reicht beim Magic User Interface von Continental aus, um Inhalte wie von Zauberhand zu verschieben
Eine einzige berührungslose Geste mit der Hand reicht beim Magic User Interface von Continental aus, um Inhalte wie von Zauberhand zu verschieben (Bild: Continental)

Praktische Konnektivität und eine einfache Bedienung sind Schlüsselelemente, um den digitalen Lebensstil sicher und verantwortungsvoll ins Fahrzeug zu bringen. Wie das konkret funktioniert, präsentiert Continental auf der CES 2013 in Las Vegas.

Fortschrittliche Fahrzeugelektronik ist für Fahrzeugkäufer ein immer wichtigeres Differenzierungsmerkmal bei der Entscheidung für den Kauf eines Neuwagens. Die Zeiten von überladenen Cockpits sind vorbei. Heutzutage wünschen sich die Verbraucher intelligente Fahrerinformationssysteme, die Informationen in derselben Geschwindigkeit, Präzision und Benutzerfreundlichkeit liefern, wie sie es von ihren anderen digitalen Geräten gewohnt sind.

Technik für ein sicheres und verantwortungsvolles digitales Fahrerlebnis

Vor diesem Hintergrund hat es sich der internationale Automobilzulieferer Continental zur Aufgabe gemacht, den Verbrauchern ein sicheres und verantwortungsvolles digitales Fahrerlebnis zu bieten. So bietet Continental eine Vielzahl von Technologien die eine nahtlose Konnektivität und intelligente Integration des digitalen Lebensstils in die Fahrzeuge ermöglicht. In Las Vegas werden so intelligente Antennenmodule, Telematikeinheiten, Ethernet-basierte Fahrzeugelektronikarchitekturen bis hin zu vollständigen Infotainment-Systemen, Head-up-Displays und Touchpads präsentiert.

Informationen sollen den Fahrer nicht ablenken, sondern unterstützen

„Mobiltelefone, Tablet-PCs, Notebooks und sogar Gamecontroller haben dazu geführt, dass die Erwartungen von Verbrauchern in Bezug auf intuitive, intelligente Konnektivität sowie Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Bediensystemen gestiegen sind“, so Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands der Continental AG und Leiter der Division Interior . „Continental hat es sich zur Aufgabe gemacht, Automobilhersteller dabei zu unterstützen, die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen und zu übertreffen: mit verantwortungsvollen Informationsmanagement-Lösungen, die den Fahrer nicht ablenken, sondern ihn bei seiner Fahraufgabe unterstützen. Unser Ziel besteht darin, dass die bordeigenen Informationssysteme als digitaler Begleiter zur Unterstützung des Fahrers und der Beifahrer fungieren und dabei die Fahrsicherheit erhöhen.“

Infotainment der nächsten Generation

Die nächste Generation eines Continental Infotainmentsystems bringt Cloud Computing in das Fahrzeug mit Diensten, die sowohl zur Unterhaltung als auch zur Fahrsicherheit beitragen. Continental verwendet hierbei ein GENIVI-konformes System, das in der Lage ist, HTML 5 für neue Fahrzeug-Apps zu verwenden. Durch dieses Paket verfügt die Plattform über Funktionen wie einen Cloud-Mediaplayer und Vehicle-to-X-Kommunikation, wodurch sicherheitsrelevante Informationen wie Verkehrsunfälle automatisch dem Back-End oder anderen Fahrzeugen gemeldet werden können. Spracheingabe, Touchscreen, Touchpad und Gestenerkennung sorgen für eine einfache und intuitive Bedienung des Infotainmentsystems.

In das GENIVI-basierte Infotainmentsystem integriertes Touchpad

Integriert in das GENIVI-basierte Infotainmentsystem ermöglicht die Touchpad-Technologie von Continental Bedienkonzepte wie sie der Fahrer von modernen Notebooks, Smartphones oder Tablet-PCs kennt. Beim Touchpad werden Knöpfe, Drehregler und Schalter durch eine kapazitive Multitouch-Oberfläche ersetzt, die es dem Fahrer ermöglicht, dass System durch Fingerbewegungen und durch Zeichen- und Gestenerkennung zu steuern. Dies vereinfacht die Bedienoberfläche immens und verringert die Ablenkung durch adaptives haptisches Feedback.

Head-up-Displays für fast alle Fahrzeugklassen

Ablenkung lässt sich am wirksamsten verringern, indem wichtige Informationen, wie Geschwindigkeit, Navigation und Warnmeldungen direkt im Sichtfeld des Fahrers angezeigt werden. Die breite Palette von Head-up-Displays von Continental erleichtert den Informationsaustausch mit dem Fahrer und reduziert die Häufigkeit und Dauer, während der der Fahrer den Blick von der Straße abwenden muss, um wichtige Fahrinformationen zu erhalten. Damit Head-up-Displays in fast allen Fahrzeugklassen Einzug erhalten können, hat Continental ein Combiner Head-up-Display entwickelt, das mit einer eigenen transparenten Anzeigefläche geliefert wird. Durch diese Neuerung lassen sich die Kosten für die Integration des Systems in das Fahrzeug erheblich reduzieren

Fahrer erhält „Live“-Informationen von seinem Elektrofahrzeug

AutoLinQ für Elektrofahrzeuge ist ein perfektes Beispiel für den intuitiven Einsatz von Telematiksystemen mit Hilfe moderner Smartphones. AutoLinQ für Elektrofahrzeuge ermöglicht es dem Fahrer, „Live“-Informationen von seinem Elektrofahrzeug zu erhalten, einschließlich Ladestatus, Reichweite, verbleibende Ladezeit und vieles mehr. Durch direkten Informationsaustausch mit dem Fahrzeug sowie Cloud-basierten Diensten, kann der Fahrer den Ladevorgang aus der Ferne steuern. Diese Technologie leistet einen großen Beitrag dazu, dass Elektrofahrzeuge in Zukunft genauso spontan, unabhängig und flexibel wie konventionelle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor einsetzbar werden.

Situationsgerecht und leicht nutzbar aufbereitete Informationen für den Fahrer

„Informationen können zum besten Begleiter des Fahrers werden, solange sie situationsgerecht und leicht nutzbar aufbereitet sind“, so Matschi weiter. „Die Telematik- und HMI-Experten von Continental weltweit entwickeln und liefern die nächsten Schritte im Informationsmanagement im Fahrzeug und setzen so die Idee vom Fahrzeug als digitalen Begleiter um.“

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posted am 29.12.2012 um 11:52 von Impulsleistung


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