Connected Living
Neuer Verein bündelt branchenübergreifend Interessen im Bereich der Heimvernetzung
12.06.2009 | Redakteur: Jan Vollmuth
In Berlin wurde der Verein Connected Living zur Förderung der Entwicklung innovativer, branchenübergreifender Lösungen für die intelligente Heimvernetzung von ITK-Unternehmen und der TU Berlin gegründet.
In der Zusammenarbeit mit Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen sollen gemeinsam zukunftsweisende Lösungen und Standards für die intelligente Vernetzung von Unterhaltungselektronik, Informationstechnik, Telekommunikation, Gebäudetechnik und Weißer Ware geschaffen werden. Neue Geschäftsaussichten auf Hersteller- und Anbieterseite und höchste Akzeptanz bei Konsumenten sind das Ziel.
Angestrebt ist die breite Einbeziehung von relevanten Akteuren aus den Bereichen Kommunikation, Haushalts- und Konsumelektronik, Heizungs- und Klimatechnik, Gesundheit und Prävention, Energie und Effizienz, Heimautomatisierung, Sicherheit und Privacy, Medien- und Wissensversorgung bis hin zur Freizeitgestaltung.
Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören die AOK, Deutsche Telekom, Dr. Riedel Automatisierungstechnik, EnBW, Loewe, MergSystems, MSR-Office, Orga Systems, TU Berlin (DAI-Labor) und Vattenfall.
Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Sahin Albayrak von der TU Berlin gewählt. Die weiteren Mitglieder des Vorstands sind: Jürgen Graalmann (AOK Bundesverband), Gunnar Groebler (Vattenfall), Peter Möckel (Deutsche Telekom Laboratories) und Bernd Weickert (LOEWE Opta GmbH). Damit ist der Grundstein für weiteres Wachstum, insbesondere für die Aufnahme von Unternehmen aus dem mittelständischen Bereich, gelegt. Bis Ende 2010 sind mindestens 50 Mitglieder angestrebt.
Branchenübergreifend am Markt der intelligenten Heimvernetzung agieren
Prof. Dr. Sahin Albayrak, Geschäftsführer DAI-Labor der TU Berlin und Vorstandsvorsitzender des Vereins Connected Living: „Die anspruchsvollen wissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Herausforderungen zum Aufbau eines intelligenten Heimnetzwerkes sind nicht von einer Branche allein zu bewältigen. Mit der Gründung des Vereins Connected Living haben wir nun erstmals einen Verbund geschaffen, der branchenübergreifend am Markt der intelligenten Heimvernetzung agieren kann.“
Ob TV, Internet, Heizung, Herd oder Waschmaschine: Viele Geräte im Haushalt bieten bereits heute programmierbare Funktionen bis hin zum Internetanschluss. Jedoch erlauben die verschiedenen Gerätewelten untereinander keine sinnvolle Kommunikation. Hinzu kommt die Verunsicherung von Verbrauchern, die mit immer neuen Funktionen und Bedienkonzepten konfrontiert werden.
Sinnvolle Kommunikation zwischen verschiedenen Gerätewelten
Es stellt sich die Frage, wie solche Technik im Haushalt überhaupt noch sinnvoll genutzt werden kann. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten und erfolgreich abgeschlossenen Technologievorhaben SerCHo (Service Centric Home) wurden deshalb neue Konzepte zur Überwindung dieser Barrieren entwickelt.
Das Modell eines digitalen Butlers soll zukünftig das übergreifende und intelligente Management von Heimnetzwerken ermöglichen und Nutzer von technischen Detailkenntnissen befreien. Die Ergebnisse von SerCHo bilden eine wesentliche technologische Basis für die weiteren Entwicklungsvorhaben des Vereins Connected Living.
Neue Impulse für die zukünftige Gestaltung des vernetzten Wohnens
Bernd Weickert, Bereichsleiter Vorentwicklung/Software bei Loewe Opta: „Aus der interdisziplinären Zusammenarbeit von Unternehmen, Verbänden und Hochschulen im Verein Connected Living erwarten wir neue Impulse für die zukünftige Gestaltung des vernetzten Wohnens. Loewe misst der Heimvernetzung insgesamt eine immense Bedeutung bei. Nicht zuletzt deshalb gehören wir zu den Gründungsmitgliedern des Vereins.“
Durch breit angelegte Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit sollen die Ziele des Vereins und die entstandenen Innovationen bekannt gemacht und auf nationalen wie auch auf internationalen Messen präsentiert werden.
Alle interessierten Hersteller und Anbieter sind eingeladen, sich aktiv am Verein Connected Living zu beteiligen und Mitglied zu werden. Ein nach Umsatzhöhe gestaffeltes Beitragssystem soll gerade Kleinstunternehmen die Mitgliedschaft vereinfachen.
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