Faszinierende Bilder

Weltraumteleskop Hubble feiert Jubiläum

24.04.13 | Redakteur: Peter Koller

Hubble in seiner Position rund 600 Kilometer über der Erdoberfläche
Hubble in seiner Position rund 600 Kilometer über der Erdoberfläche (NASA/STScl)

Happy Birthday, Hubble. Auf den Tag genau vor 23 Jahren startete das Weltraumteleskop Hubble (HST) ins All. Zur Feier des Tages zeigen wir Ihnen die eindrucksvollsten Bilder der wahrscheinlich teuersten Digitalkamera der Welt.

Am Anfang sah alles nach einem grandiosen Fehlschlag aus. Hubble war am 24. April 1990 an Bord des Space Shuttles Discovery gestartet und einen Tag später im All ausgesetzt worden. Soweit verlief alles nach Plan. Doch dann sandte Hubble am 20. Mai 1990 sein erstes Bild zur Erde – und die beteiligten Wissenschaftler bekamen lange Gesichter. Nicht nur das erste Bild war unscharf, sondern alle. Was man zunächst für einen Einstellungsfehler hielt, stellte sich als fehlerhaft geschliffener Hauptspiegel des Teleskops heraus. Eine Katastrophe.

Doch in mittlerweile fünf Wartungsmissionen zwischen 1993 und 2009 wurde das Weltraumteleskop so erfolgreich repariert und modernisiert, dass Hubble bald Bilder liefern konnte, die die Erwartungen des Experten sogar noch weit übertrafen (siehe Bildergalerie). Hubble war entscheidend an der Entdeckung von Exoplaneten beteiligt und hat den ältestens bekannten Stern fotografiert. Mit seinen faszinierenden Bildern aus den Tiefen des Universum leistet Hubble einen großen Beitrag zu unserem Verständnis des Kosmos.

An Bord von Hubble sind insgesamt fünf Kamerasysteme. Die spektakulärsten Aufnahmen stammen von der Wide Field Camera 3 (WFC3). Sie kombiniert ein relativ weites Blickfeld mit einer hohen Auflösung. Im sichtbaren Bereich nutzt sie zwei kombinierte 2051 x 4096 Pixel große CCD-Sensoren für ihre Aufnahmen. Gesteuert wird das Hubble Space Telescope durch einen „Advanced Computer“ mit drei 32-Bit Intel 80486-Prozessoren (25 MHz Taktfrequenz).

Durch die jüngste Service-Mission wurde die Lebensdauer von Hubble um etwa fünf bis zehn Jahre verlängert. 2018 soll mit dem Webb-Teleskop ein Nachfolger für Hubble in All fliegen.

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