Bildverarbeitung

Von der Augenheilkunde zur industriellen Bildverarbeitung

07.02.13 | Redakteur: Gerd Kucera

Dr. Markus Schill: „Die ersten beiden Kameramodelle, die VRmagic 2003 einführte, verkauften sich bis zu ihrer Ablösung durch Nachfolgermodelle über 10.000 Mal.“
Dr. Markus Schill: „Die ersten beiden Kameramodelle, die VRmagic 2003 einführte, verkauften sich bis zu ihrer Ablösung durch Nachfolgermodelle über 10.000 Mal.“ (Bild: VRmagic)

Seit 2003 entwickelt, produziert und vertreibt VRmagic aus Mannheim Kameras und Bildverarbeitungskomponenten für den variantenreichen Einsatz in Wissenschaft und Industrie. In dem angestammten Geschäftsbereich, Anbieter von Virtual-Reality-Simulatoren für die Ausbildung in der Augenheilkunde, hat das Unternehmen heute eine führende Position.

Als die VRmagic GmbH im Jahr 2001 gegründet wurde konnte niemand absehen, dass der Hersteller von Trainingssimulatoren für die medizinische Ausbildung bald schon erfolgreich auf dem Markt der industriellen Bildverarbeitung sein würde.

Die Wende kam schon bald mit der Entwicklung einer Kamera zur Positionsbestimmung im Augenoperationssimulator Eyesi Surgical. Nach Fertigstellung sorgte diese Bildverarbeitungskamera für reges Interesse auf Seiten der Industrie an der Kameratechnik von VRmagic. Obwohl anfänglich gar nicht für den eigenständigen Verkauf vorgesehen, bewegte dieses Interesse die Firmengründer dazu, ihre USB-2.0-Kamera VRmC-3 als eigenständiges Produkt anzubieten.

„Mit der Kamera VRmC-3 waren wir die Ersten, die CMOS-Sensoren und USB 2.0 zu Kameras für Anwendungen in Industrie und Medizin vereint haben“, konstatiert Dr. Markus Schill, Geschäftsführer von VRmagic, „daher haben wir 2003 die strategische Entscheidung getroffen, einen eigenen Geschäftsbereich Imaging mit professionellen Strukturen zu schaffen.“

Die erste VRmC-3 wurde am 31. Januar 2003 an Knotenpunkt, heute Wenzel Präzision, ausgeliefert. Für ihren 3D-Linienscanner Shapetracer zur Erfassung und Bearbeitung von Punktwolken suchten sie damals nach einer individuellen und kostengünstigen Kameralösung.

„VRmagic hat die Aufgabe sofort verstanden, unsere Wünsche schnell umgesetzt und dabei noch eigene Ideen eingebracht“, beschreibt Ralf Jaumann, vormals Geschäftsführer von Knotenpunkt, die erste Zusammenarbeit. „Bis heute überzeugt uns VRmagic durch einfallsreiche Entwicklungen, termingerechte Lieferung und einwandfreie Qualität. Daher arbeiten wir nach wie vor gerne mit VRmagic zusammen.“

Heute ist VRmagic ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, eigener Vertriebsgesellschaft in Cambridge, Massachusetts und zwei eigenständigen Geschäftsfeldern. Im Bereich der industriellen Bildverarbeitung hat sich das Mannheimer Unternehmen den Ruf eines innovativen und erfolgreichen Kameraanbieters erarbeitet.

Die ersten beiden Kameramodelle, die VRmagic 2003 einführte, verkauften sich bis zu ihrer Ablösung durch Nachfolgermodelle über 10.000 Mal. Innovatives Gespür bewies das Technologieunternehmen erneut 2008, als es eine Multisensor-Kamera mit vier pixelsynchronen Sensoren entwickelte, die es bis dahin auf dem Markt nicht gab.

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