Aufgedeckt

Der Google-Kamerarucksack Trekker

04.02.13 | Redakteur: Peter Koller

18 Kilo Technik für hochauflösende Panoramabilder: Google Trekker
18 Kilo Technik für hochauflösende Panoramabilder: Google Trekker (Google)

Einen Blick ins normalerweise versteckte Innenleben technischer Geräte und Apparaturen wirft die Redaktion der ELEKTRONIKPRAXIS in der Rubrik "Aufgedeckt". Dieses Mal: Googles Kamerarucksack Trekker.

Seit kurzem kann der Grand Canyon durchwandert werden, ohne das heimische Büro oder Wohnzimmer zu verlassen: virtuell in Google Maps Streetview. Möglich wurde das aber erst durch die Entwicklung des Kamerarucksacks Google Trekker, mit dessen Hilfe das Naturschauspiel auch zu Fuß hochauflösend fotografiert werden konnte. Die mit Trekker erfassten interaktiven Bilder umfassen 120 Kilometer Wanderwege: Vom berühmten Bright Angel Trail entlang des Colorado River bis hin zum Meteor Crater (siehe Bildergalerie).

Mehr über das Innenleben elektronischer Systeme in unserer Bildstrecke Aufgedeckt

Um sie aufzunehmen, wanderten im vergangenen Oktober drei Zwei-Mann-Teams mit je einem Trekker durch den Grand Canyon. Der Kamerarucksack ist zwar mit rund 18 Kilogramm kein Leichtgewicht, laut seinem Entwickler, dem Street View Engineering Director Luc Vincent, aber angenehm zu tragen. "Durch die Batterien liegt der Schwerpunkt sehr tief. Ich war damit sogar Skifahren."

Im wahrsten Sinn "herausragendes" Merkmal des Trekker ist ein fußballförmiges Kamera-Array etwa einen halben Meter über den Schultern des Trägers. Darin verbergen sich insgesamt 15 Kameraoptiken mitsamt je einem 5-Megapixel-Bildsensor. Alle 2,5 Sekunden werden die Kameras ausgelöst. Ihre Einzelbilder speichert eine in dem Rucksack integrierte Festplatte – insgesamt also 75 Megapixel pro 360-Grad-Panoramabild alle zweieinhalb Sekunden.

Zur Steuerung des Systems und zur Sichtkontrolle der Bilder dient ein via USB-Kabel angeschlossenes Android-Smartphone, auf dem dazu eine eigens entwickelte HTML5-App namens Trekker Interface läuft.

Um die Bilder auch präzise einer Position des Rucksacks zuordnen zu können, enthält das System zur Sicherheit gleich zwei GPS-Satellitennavigationsempfänger. Weil deren Genauigkeit aber nicht immer ausreicht, ist das Trekker-System auch mit einer Vielzahl von Messfühlern ausgestattet: Sensoren für Neigung, Beschleunigung, Temperatur und sogar Magnetfelder.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Spamschutz 

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37851780) | Fotos: Google

Info-Dienste für Elektronik-Professionals

Immer aktuell informiert: der EP Tagesspiegel mit aktuellen Branchen-Nachrichten der letzten 24 Stunden oder die wöchentlichen themenspezifischen Newsletter "Fachwissen für Elektronikprofis"  von elektronikpraxis.de. Jetzt kostenlos abonnieren!

Heftarchiv
ELEKTRONIKPRAXIS 17/2014

ELEKTRONIKPRAXIS 17/2014

Test der Ethernet-Konformität mit dem Oszilloskop

Weitere Themen:

Beschleunigung mit MEMS messen
Vom Touch zur Gestensteuerung
Sieben Vorteile durch Laserlöten

zum ePaper

zum Heftarchiv

ELEKTRONIKPRAXIS 16/2014

ELEKTRONIKPRAXIS 16/2014

Ideen-Board für Spansions FM ARM Cortex-M MCUs

Weitere Themen:

Geld verdienen mit sozialen Medien
Hardware für digitale Hörgeräte
Chips für smarte Stromversorgung

zum ePaper

zum Heftarchiv

ELEKTRONIKPRAXIS 15/2014

ELEKTRONIKPRAXIS 15/2014

Das Internet of Things ist mehr als die Summe seiner Teile

Weitere Themen:

Welches Display ist das richtige?
Datenmanagement mit C-Controller
Sicherungen für die Raumfahrt

zum ePaper

zum Heftarchiv