XMOS Semiconductor

Software Defined Silicon für die Consumerelektronik

10.07.2007 | Redakteur: Holger Heller

Will die Entwicklung von Consumerelektronik mit SDS vereinfachen: James Foster von XMOS

Das englische Start-up-Unternehmen XMOS Semiconductor kündigt mit „Software Defined Silicon“ (SDS) eine völlig neue Art programmierbarer Halbleitertechnologie an: Entwicklern im Bereich der Consumerelektronik stehe damit der Stückkostenvorteil von SOCs und die Flexibilität von FPGAs zur Verfügung.

SDS-Bausteine basieren auf Prozessor-Arrays und erlauben softwaredefinierte Systemfunktionen, die normalerweise in Hardware implementiert würden. „Damit vereinheitlicht sich der Design Flow für die Software und Hardware“, erklärte James Foster, CEO bei XMOS Semiconductor, der vorher als CEO bei Oxford Semiconductor tätig war. Die laut Foster im Bereich des Consumerelektronik-Systemdesigns vorhandene Technologielücke werde nun geschlossen. „Entwickler müssen ihre Produkte noch stärker voneinander differenzieren und schneller auf Änderungen reagieren, sei es bezüglich technologischer Standards oder verschiedener Trends wegen“, so Foster, „derzeitige SOC- und FPGA-Lösungen bieten einfach nicht die richtige Kombination aus Flexibilität und Kosten.“

Schnelles Echtzeitverhalten kombiniert mit geringen Halbleiterkosten

Die NRE-Kosten eines ASICs bergen Risiken und fallen heute recht hoch aus, abgesehen bei sehr großen Stückzahlen. ASSPs schränken die Designfreiheit ein und verhindern echte Kreativität. Und die hohen Halbleiterkosten der FPGAs sowie deren komplexe Programmierung verhindern deren Einsatz in hochvolumigen Consumerelektronik-Anwendungen: Argumente für XMOS, die ereignisgesteuerte multi-threaded Prozessor-Engine „XCore“, die ein schnelles Echtzeitverhalten und geringe Halbleiterkosten verspricht, auf den Markt zu bringen.

Die in XCore integrierte Pin-Control-Möglichkeit erlaubt zusammen mit dem Inter-Core-Kommunikations-Link „XLink“ komplette Systeme, einschließlich Schnittstellen, die sich in Software implementieren lassen. Bei der Produktentwicklung kommt ein vereinheitlichter Embedded-Software-Flow mit C-Programmierung zum Einsatz. Das Unternehmen wird ICs, Software-IP und Entwicklungswerkzeuge anbieten. Das erste Produkt soll Anfang 2008 zur Verfügung stehen.

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