OneSpin
In einem Durchlauf zum funktionalen Sign-off bei der IP/Modul-Verifikation
28.01.2008 | Redakteur: Jan Vollmuth
Der EDA-Spezialist OneSpin Solutions hat die formale 360-Module-Verifier-Verifikationslösung um die Unterstützung für Standardsprachen-Zusicherungen erweitert. Die Verbindung zu bestehenden ABV-Ansätzen reduziert den erforderlichen Aufwand für eine lückenlose Verifikation.
Auf den Bereich, der beim Chip-Design die meiste Zeit verschlingt, hat sich die Münchner EDA-Firma OneSpin Solutions konzentriert: die Verifikation von Modulen und IPs. Ihre formale Verifikationslösungen vereinfachen und beschleunigen die Designprüfung und sorgen in einem Durchlauf (one Spin) für Fehlerfreiheit. Das erst 2005 gegründete Unternehmen ist heute in Branchen wie Telekommunikation, Automotive, Computer und nicht zuletzt Embedded-Systeme eine anerkannte Größe. OneSpin liefert neben Methoden und Softwarewerkzeugen auch entsprechende Support-, Trainings- und Coaching-Dienstleistungen.
Seit einem Jahr zeichnet Peter Feist als President und CEO für die Geschicke des Infineon-Spin-offs verantwortlich. Mit seinen 25 Jahren Branchenerfahrung wissen er und sein 40-köpfiges Team genau, wo den Anwendern der Schuh drückt.
Einem vielfachen Anwenderwunsch wird entsprochen
Dazu Peter Feist: „Mit einer neuen Funktion für 360 MV entsprechen wir einmal mehr einem breiten Kundenwunsch. Ab sofort gibt es für den 360 Module Verifier einen Zugang für Zusicherungen, die unter Verwendung von ABV-Methoden (ABV; Assertion Based Verifikation) entwickelt wurden bzw. werden.
Die neue SVA- und OVL-Unterstützung erfüllt eben diese Anforderung und ermöglicht die stufenweise Anwendung von formaler Verifikation bis hin zur effizienten lückenlosen Verifikation, um signifikant schnellere Markteintrittszeiten und reduzierte Respin-Kosten zu erreichen.“
Vollständige und lückenlose funktionale Verifikation
Diese neue Fähigkeit von 360 MV eröffnet allen, die in zusicherungsbasierte Verifikationsverfahren investiert haben, einen weiteren Zugang zur vollständigen und lückenlosen funktionalen Verifikation. Kunden können jetzt die 360-MV-Lösung von OneSpin wirksam mit ihren ABV-Verifikationsansätzen verbinden.
Mithilfe der Erweiterung von 360 MV lassen sich vorhandene und neue SVA- sowie OVL-Zusicherungen nutzen und erschöpfend beweisen. Die neue Standardsprachenunterstützung ist in der kürzlich freigegebenen Produktversion 4.3 von 360 MV ohne Aufpreis enthalten.
Funktionale Freigabe heißt: keine funktionalen Fehler mehr
OneSpins 360 MV ist laut Feist die einzige funktionale Verifikationslösung, die aufgrund der Methodik und der zugehörigen Werkzeugunterstützung eine zuverlässige funktionale Freigabe gewährleistet. Und er betont: „Zum Zeitpunkt der funktionalen Freigabe ist sichergestellt, dass die verifizierten komplexen digitalen Module und Intellectual Property-Blöcke keine funktionalen Fehler mehr enthalten.“
Die neue SVA(SystemVerilog Assertions-)- und OVL(Open Verification Library-)Unterstützung schafft durch die Verwendung von Zusicherungen, die in formalen und simulationsbasierten Verifikationen erstellt wurden, einen einfachen und direkten Zugang zu 360 MV. Bestehende sowie neue Zusicherungen und RTL-Code können in 360 MV bewiesen und in der Diagnoseumgebung von 360 MV oder mittels Diagnosewerkzeugen von Novas untersucht und korrigiert werden. 360 MV unterstützt einen umfassenden Satz von SystemVerilog-Zusicherungen, einschließlich weiterführender Konstrukte wie lokaler Variablen, und deckt auch den vollen OVL2.0-Standardsprachumfang ab.
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