Papier-Rennwagen

Die strahlenden Sieger des Akkuschrauberrennens 2013

24.06.13 | Redakteur: Stefan Liebing

Kraftplex erobert Rennsport: Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim stellte beim diesjährigen Akkuschrauberrennen die Aufgabe, einen Rennboliden aus Papier zu bauen.
Kraftplex erobert Rennsport: Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim stellte beim diesjährigen Akkuschrauberrennen die Aufgabe, einen Rennboliden aus Papier zu bauen. (Foto: Jaro Suffner/obs/Bosch Power Tools)

Beim achten Akkuschrauberrennen der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim auf dem Gelände von Bosch im Hildesheimer Wald gab es dieses Jahr herausfordernde Bedingungen, denn: Die Design-Flitzer mit Akkuschrauber-Antrieb mussten aus dem Papierwerkstoff Kraftplex gebaut sein.

Mit Papier und Akku-Bohrschrauber über die Piste - dass das funktioniert, bewiesen die zwölf teilnehmenden Teams des Akkuschrauberrennens 2013. Den Zuschauern hat es an nichts gefehlt: Ad-hoc-Reparaturen in letzter Sekunde, turbulente Szenen während der Rennen und ein spannendes Stechen zwischen zwei zeitgleichen Teams sorgten für eine mitreißende Atmosphäre. Mächtig Spaß hatten nicht nur die knapp zweitausend Zuschauer, sondern auch die Teams.

Besonders freuen konnte sich aber das Team "Papercut" der Hochschule Emden-Leer, als es um 18.00 Uhr mit ihrem Rennfahrer Christian Gerdes-Wocken das Siegertreppchen als schnellstes Team des Akkuschrauberrennens 2013 bestieg. Damit konnten sie zum dritten Mal den Sieg nach Hause fahren. Auf den zweiten Platz schraubten sich die Studentinnen und Studenten des Teams "Swiss" der Züricher Hochschule der Künste, dicht gefolgt von dem Team "Pain" der Köln International School of Design auf Platz drei.

Als Team mit der besten technischen und gestalterischen Umsetzung wurde das Team "ASR-Z2", Züricher Hochschule der Künste, von der Jury gekürt. Das Publikum hingegen überzeugte mehr das Team "Papierkram" von der HAWK in Hildesheim mit seiner Gesamtinszenierung. Überrascht hat das Team "Hammerheads" der Hochschule Coburg mit dem leichtesten Fahrzeug - es wog inklusive Akku-Bohrschrauber nur 9,8 Kilogramm.

In diesem Jahr nahmen mehr als 50 Studierende aus technischen und gestalterischen Studiengängen am Akkuschrauberrennen der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim teil. Vertreten waren die Hochschule für bildende Künste Braunschweig, Hochschule Furtwangen, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften / IKAM Wolfenbüttel, Hochschule der bildenden Künste Hamburg, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Hochschule Coburg, Züricher Hochschule der Künste, Kunsthochschule Weißensee Berlin, Köln International School of Design und die Hochschule Emden-Leer.

Boliden aus gutem Holz geschnitzt

Die leitenden Organisatoren des Rennens, Professor Andreas Schulz und Professorin Barbara Kotte von der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim freuten sich über den Einsatz des Materials Kraftplex beim Bau der Rennwagen. Kraftplex besteht zu 100 Prozent aus Cellulose, wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kommt ohne Bleichmittel und Klebstoffe aus.

"Kraftplex zeigt, dass es umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen gibt. Das Holzblech wächst nach und beweist nicht nur bei unserem Akkuschrauberrennen, dass es ein robustes und zuverlässiges Konstruktionsmaterial ist", sagt Professor Andreas Schulz.

Ein Akku-Bohrschrauber macht Tempo

Unterstützt wurden die Hochschulteams von Bosch Power Tools und Bosch Car Multimedia. Jeder Rennstall erhielt ein Kontingent von zehn Bögen Kraftplex sowie den Akku-Bohrschrauber PSR 18 LI-2 von Bosch, mit dem die Papier-Flitzer angetrieben wurden.

"Unser Akkuschrauber dreht nicht nur beim Heimwerken auf, sondern eignet sich auch, um Rennwagen flott zu machen", betont Dr. Bettina Dannenmann von Bosch Power Tools. Mit seinen 18 Volt erreichten die Fahrer bis zu 35 Stundenkilometer - und das bei Null Emissionen!

Die Preisträger im Überblick Geschwindigkeit: 1. Platz: Team "Papercut" der Hochschule Emden-Leer 2. Platz: Team "Swiss" der Züricher Hochschule der Künste 3. Platz: Team "Pain" der Köln International School of Design

Fachjury: 1. Platz: Team "ASR-Z2" der Züricher Hochschule der Künste 2. Platz: Team "Papierkram" der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim 3. Platz: Team "Woodpacker" der Hochschule der bildenden Künste Braunschweig

Publikumspreis: Team "Papierkram" der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim

Video: Das Finalrennen

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Wir haben hierzu eine Antwort der Veranstalter bekommen: 16 Teams waren angemeldet. Und dann...  lesen
posted am 25.06.2013 um 09:40 von SLiebing

Trotzdem, wohl ein grossartiger Anlass mit grossem Spassfaktor, auch wenn die Schraube wie eine...  lesen
posted am 25.06.2013 um 09:37 von Unregistriert

Und ich habe immer gedacht das wäre eine Mutter in der einen Säule in Bild 3, aber es ist ja wohl...  lesen
posted am 24.06.2013 um 15:08 von Unregistriert


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