Embedded Betriebssysteme
Wie ein BSP unter Windows Embedded Compact angepasst wird
13.08.2010 | Autor: Rudi Swiontek und Hannes Klein*
Mit der Echtzeit-Version von Windows Embedded Compact 7 (Community Technology Preview) können Programmierer ihre Embedded Geräte individuell entwerfen. Es lassen sich animierte Benutzeroberflächen mit Silverlight generieren oder es werden mehrere CPUs (Multi-Core) unterstützt. Außerdem lassen sich BSPs an die zugrundeliegende Hardware anpassen.
Anpassen und konfigurieren eines BSPs
Die Entwicklung eines BSPs (Bild 2) für eine neue Hardwareplattform beginnt normalerweise nach den funktionellen Hardwaretests unter Verwendung eines BOOT-Monitors und umfasst das Klonen eines entsprechenden Referenz-BSPs, beispielsweise CEPC für die x86-Familie, sowie das Implementieren eines Boot Loaders und der OAL-Basisfunktionen, um den Kernel zu unterstützen. Idealerweise würden sich hier auch Werkzeuge der Firma Lauterbach eignen, um ein angepasstes Image zu laden und zu testen.Der Boot Loader wird beim Starten oder Zurücksetzen des Geräts ausgeführt. Er ist für das Initialisieren der Hardwareplattform und des Betriebssystems verantwortlich.
Der OEM Adaptation Layer (OAL) Repräsentiert das Herzstück des BSP und die Schnittstelle zwischen dem Kernel und der Hardware. Da das BSP direkt mit dem Kernel gelinkt ist, ist es in einem CE Run-Time Image Teil des Kernels. Einige der Basiskernelkomponenten hängen für die Hardwareinitialisierung vom OAL ab, beispielsweise für die Interrupt- und Zeitgeberverarbeitung für den Threadscheduler.
Die Gerätetreiber verwalten die Funktionen eines Peripheriegeräts und bilden die Schnittstelle zwischen der Gerätehardware und dem Betriebssystem. Windows Embedded Compact 7 unterstützt mehrere Gerätearchitekturen basierend auf den vorhandenen Schnittstellen.
Die Konfigurationsdateien enthalten die zum Steuern des Buildprozesses und für das Design des Betriebssystems erforderlichen Informationen. Typische Konfigurationsdateien in einem BSP sind Sources-, Dirs-, Config.bib-, Platform.bib-, Platform.reg-, Platform.db-, Platform.dat- und Katalogdateien (*.pbcxml).
+ Praxisteil: Wie ein BSP erzeugt wird
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