Spracherkennung

Majel soll Googles Geheimwaffe gegen Apple werden

20.12.11 | Redakteur: Franz Graser

Majel Barrett Roddenberry (1932 - 2008) lieh in allen "Star Trek"-Serien dem Bordcomputer ihre Stimme. (privat)
Majel Barrett Roddenberry (1932 - 2008) lieh in allen "Star Trek"-Serien dem Bordcomputer ihre Stimme. (privat)

Google plant, Apples sprachgesteuertem Assistenten Siri eine vergleichbare Lösung entgegenzusetzen. Gerüchteweise soll der Siri-Konkurrent den Namen Majel tragen – zu Ehren von Majel Barrett Roddenberry, der Frau des "Star Trek"-Schöpfers.

Siri ist ein Feature des iPhone 4S, das von der Presse mit sehr viel Aufmerksamkeit bedacht wurde und zu dem es in der Android-Welt bisher noch kein Pendant gibt. Android-Smartphones verfügen zwar seit der Version 2.1 des Betriebssystems über eine Spracherkennung. Die Intelligenz, die es Siri erlaubt, auf Fragen à la "Muss ich heute einen Regenschirm einpacken?" richtig zu reagieren, geht dem Google-Produkt allerdings noch ab.

Der Suchmaschinengigant arbeitet allerdings bereits seit einiger Zeit an einer vergleichbaren Lösung und steht hier möglicherweise kurz vor einem Durchbruch. Matias Duarte, der für die Android-Benutzerführung zuständige Manager, umschrieb das Ziel der Entwicklungsarbeiten mit dem Bordcomputer aus der Fernsehsehrie "Star Trek".

Anders als Apple strebe man keine künstliche Persönlichkeit an, man wolle vielmehr, dass jeder Teil der Software durch Sprache ansteuerbar sei, sagte Duarte. Die Google-Lösung soll den Namen Majel tragen – zu Ehren von Majel Barrett Roddenberry (1032 - 2008), der Frau von Gene Roddenberry (1921 - 1991), der die Fernsehserie "Star Trek" erschuf.

Barrett Roddenberry spielte in der Originalserie von "Star Trek" die Schwester Chapel, die dem Schiffsarzt "Pille" McCoy hilfreich zur Seite stand. Vor allem in Deutschland ist es weniger bekannt, dass Barrett Roddenberry auch dem Schiffscomputer des Raumschiffs Enterprise ihre Stimme lieh – und zwar auch für die Nachfolgeserien The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager und alle Kinofilme.

Der Name für das Siri-Pendant könnte daher nicht passender gewählt werden. Zudem plant Google, Apple auch direkt mit einem eigenen Tablet-Computer anzugreifen.

Innerhalb der kommenden sechs Monate will die Suchmaschinen-Company ein Tablet „höchster Qualität“ vermarkten, sagte Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt der italienischen Zeitung Corriere della Sera. Noch ist allerdings nicht klar, ob Google dieses Gerät wie bei den Nexus-Smartphones mit einem Dritthersteller wie Samsung zusammenarbeitet oder das Tablet in Eigenregie auf den Markt bringt.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 31012180)

Meistgelesene Artikel

Die digitale Pappkamera von IKEA im ELEKTRONIKPRAXIS-Test

Digitalkamera KNÄPPA

Die digitale Pappkamera von IKEA im ELEKTRONIKPRAXIS-Test

09.05.12 - Als wir letzte Woche hier die digitale Pappkamera KNÄPPA von IKEA vorstellten, waren wir über die enorme Resonanz selbst überrascht. Deshalb haben wir uns ein Exemplar zukommen lassen und für unsere Leser genauer unter die Lupe genommen. lesen...

Info-Dienste für Elektronik-Professionals

Immer aktuell informiert: der EP Tagesspiegel mit aktuellen Branchen-Nachrichten der letzten 24 Stunden oder die wöchentlichen themenspezifischen Newsletter "Fachwissen für Elektronikprofis"  von elektronikpraxis.de. Jetzt kostenlos abonnieren!

Heftarchiv
ELEKTRONIKPRAXIS 10/2012

ELEKTRONIKPRAXIS 10/2012

Magneto-induktiver Sensor mit linearem Signalhub

Weitere Themen:
Bauteil-Engpässe sind bald passé
Kampf der Messtechnik-Giganten
Kamerageführte Robotik

zum ePaper

zum Heftarchiv