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Eclipse goes Automotive

 

13.07.2009 | Autor: Andreas Graf, itemis*

 

Unter dem Dach der Open Source Community Eclipse Foundation arbeiten seit Februar namhafte OEMs, Zulieferer und Toolanbieter der Autobranche innerhalb der Eclipse Automotive Industry Working Group zusammen. Ziel ist es, nach dem unternehmensspezifischen Einsatz der Open-Source-Plattform Eclipse den nächsten Schritt zu einer offenen, gemeinsamen Lösung für die Branche bei Entwicklungs-Prozessen und -Werkzeugen zu gehen.


*Andreas Graf ist Project Manager/Business Analyst bei der itemis AG. itemis ist spezialisiert auf modellbasierte Softwareentwicklung für Embedded- und Enterprise-Applikationen und aktiv in der Eclipse-Community tätig. Kontakt: andreas.graf@itemis.de
*Andreas Graf ist Project Manager/Business Analyst bei der itemis AG. itemis ist spezialisiert auf modellbasierte Softwareentwicklung für Embedded- und Enterprise-Applikationen und aktiv in der Eclipse-Community tätig. Kontakt: andreas.graf@itemis.de
Die Automobilindustrie steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte, mit Fahrzeugen der Oberklasse, in denen sich aktuell bis zu 100 Steuergeräte befinden, die über komplexe Busnetztopologien miteinander verbunden sind und weit mehr als 1000 Funktionen umsetzen. Diese Komplexität zu beherrschen ist ein vordringliches Thema in den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen. Ein Ansatz ist die Standardisierung. Durch AUTOSAR setzen OEMs, Zulieferer und Werkzeughersteller darauf, Kosten zu senken und die Qualität zu heben.
Im Bereich der Steuergeräte-Software sind Fortschritte zu erkennen, jedoch klafft eine große Lücke bei der Realisierung durchgängiger Prozess- und Werkzeugketten. Der Industrie steht noch keine durchgängige Werkzeugkette zur Verfügung, die diese Prozesskette von Anforderungserfassung über Implementierung bis hin zu Integration und Absicherung nachhaltig unterstützt und auch die Einbindung der ganzen Innovationskette zulässt. Für die Lösung von Einzelaufgaben liegen zwar Werkzeuge vor, die Integration in eine Werkzeuglandschaft ist jedoch meist ungenügend.
Bild 1: Schematische Darstellung zweier in C++ und Java implementierten Werkzeug mit einer Datenbank. Eine Integration kann hier nur auf Basis von Ex- und Importmöglichkeiten geschaffen werden. So kann die Verkettung der Arbeitsergebnisse nicht dargestellt werden und die Toolinfrastruktur muss redundant aufgesetzt werden. Bild 1 zeigt dies schematisch für zwei Werkzeuge. Werkzeug A sei in C++ implementiertes Werkzeug, das seine Daten in einem proprietären Dateiformat hält. Werkzeug B sei in Java implementiert und mit einer Datenbank.
Offensichtlich kann eine Integration nur auf Basis von Ex- und Importmöglichkeiten geschaffen werden. Beide Werkzeuge sind nicht auf dichte Integration vorbereitet.

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Ebenso zeigt Bild 1, dass die Projekte beim Einsatz dieser Produkte auch Produktfeatures, die in den Projekten nicht verwendet werden, finanzieren. Kommerzielle Produkte sind auf einen breiten Markt ausgelegt. Dafür müssen fehlende projektspezifisch notwendige Features durch den Kunden in die Entwicklung des kommerziellen Werkzeugs eingesteuert werden. Oft genug ist dies langwierig bis unmöglich.
Isolierte Einzelwerkzeuge bieten keine starke Unterstützung um eine durchgängige Werkzeugkette zu etablieren. Die Ergebnisse aus einem Entwicklungsschritt dienen als Eingabe für die folgenden Entwicklungsschritte und müssen über Werkzeuggrenzen übertragen werden. Selten existieren offene Standards, so dass Integrationen aufwändig sind und werkzeugspezifisch in Auftrag gegeben werden müssen.
Bild 2: Isolierte Einzelwerkzeuge bieten keine starke Unterstützung in der Etablierung einer durchgängigen Werkzeugkette. Bild 2 zeigt, dass diese Integrationen entweder überhaupt nicht erstellt werden können und der Bruch durch manuelle Schritte geschlossen werden muss oder der Integrationsaufwand sehr hoch ist, da die Integration über zwei oder drei Schichten der Anwendung erfolgen muss. Bild 2 zeigt, dass diese Integrationen entweder überhaupt nicht erstellt werden können und der Bruch durch manuelle Schritte geschlossen werden muss oder der Integrationsaufwand sehr hoch ist, da die Integration über zwei oder drei Schichten der Anwendung erfolgen muss. So ist die Werkzeugkette bis hin zu den Ziel-Artefakten lückenhaft.

Von der projektspezifischen zur branchenspezifischen Lösung

Ebenso wie in anderen Industrien, setzt sich in der Automobilindustrie der Wunsch durch, mittels offener Standards Entwicklungsaufwände zu reduzieren und Schnittstellen zu verbessern. Im Bereich der Steuergeräte-Software zeigt AUTOSAR, welche Bedeutung diese Strategie hat. Analog dazu existiert der Wunsch nach einer offenen Plattform für Entwicklungswerkzeuge. Auf einer Plattform, die Basisfunktionen realisiert, könnten Werkzeughersteller ihre Produkte aufsetzen. Eine Mehrfachentwicklung der Basisfunktionen wäre nicht mehr erforderlich.
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Redakteur: Martina Hafner
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