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Partnerschaft mit Headway bei Software-Code- und Struktur-Analyse

 

17.07.2007 | Redakteur: Martina Hafner

 

Coverity, kalifornischer Anbieter von Tools für die statische Quellcodeanalyse, und die irisch-französische Headway sind eine Technologiepartnerschaft eingegangen. Ergebnis ist eine Kombination des Werkzeugs Structure 101 für die Architektur- und Strukturanalyse mit Coveritys Prevent SQS (Software Quality System) für die statische Quellcodeanalyse. Unterstützt werden Java, C und C++. Mit Niederlassungen und Systempartnern in Europa sollen die Tools jetz auch verstärkt von USA nach Europa kommen.


Ben Chelf ist Chief Technology Officer der kalifornischen Coverity
Ben Chelf ist Chief Technology Officer der kalifornischen Coverity
Die beiden Werkzeuge sind über ein gemeinsames Repository miteinander nutzbar. Coveritys Prefent SQS für die statische Quellcodeanalyse prüft Quellcode auf kritische Defekte und stellt diese dem Entwickler visualisiert zur Prüfung, Weiterverarbeitung oder Verwaltung zur Verfügung. Die technische Basis bildet das patentierte Software DNA Mapping, das auf Basis eines vorhandenen Build-Systems und unter Berücksichtigung des jeweils verwendeten Compilers zunächst eine präzise Map des Codes anlegt und anschließend mittels sogenannter Analysis-Engines und Checkers umfangreiche Analysefunktionen erlaubt. Dabei lassen sich auch mittels eines Erweiterungstools eigene Programmierrichtlinien vorgeben und auf Einhaltung überprüfen.

Analysetool Prevent SQS liefert 95% „echte“ Fehler

Nach erfolgter Analyse wird im Code Navigator dem Entwickler dann der Code mit Hyptertext und Annotationen versehen dargeboten, um die Bugs nachzuvollziehen, zu ranken, Verantwortlichkeiten zuzuweisen bzw. die Fehler zu beheben. Integriert sind außerdem ein Workflow Manger für die Arbeit in Entwicklungsteams sowie Reportingfunktionen, die Auswertungen und Charts zu Defekttypen, Komponenten oder Fehlertrends über die Zeit und somit Reports für das Projektmanagement liefern.
Ben Chelf, Chief Technology Officer von Coverity: „Bisherige auf dem Mark verfügbare Analysetools haben oft das Problem dass sie technologiebedingt eine hohe Rate an False-Positive-Ergebnissen liefern. Durch unsere Software-DNA-Mapping-Technologie sind acht bis neun ausgewiesene Fehler auch wirklich Bugs. Je nach Qualitätsanspruch der Entwicklungsteams finden wir typischerweise 1 Bug per 1000 Lines of Code. Z. B. wurden im Rahmen eines Projekts mit Open-Source-Software 250 weit verbreitete Software-Pakete mit 35 Millionen Lines of Code analysiert und dabei gut 6000 Bugs und Sicherheits-Verletzungen identifiziert.“

Detaillierte Ansicht von Strukturen und Abhängigkeiten

Structure 101 setzt auf das Software DNA Mapping von Prevent SQS auf und liefert ausführbare Diagramme zur Software-Architektur und ihrer Abhängigkeiten um einen schnellen Überblick über die Struktur des Programmcodes zu erhalten. Die Stärken des Tools liegen in den verschiedenen Perspektiven zur Darstellung der Architektur, insbesondere einer skalierbaren Abbildung der Matrix mit Abhängikgeitsgrafiken oder Schichtenmodellen, der Abprüfung von Designregeln sowie der Benachrichtigung bei Regelüberschreitungen.
Structure 101 für Java ist bereits verfügbar, für C/C++ befindet sich die Technologie derzeit in der Beta-Phase und soll ab dem dritten Quartal verfügbar sein. Unterstützt werden Windows, Linux und Solaris. Prevent SQS für Java und C/C++ ist bereits verfügbar und unterstützt laut Anbieter alle wichtigen Compiler und Spracherweiterungen: C/c++-Standardcode einschließlich C89, C99 und ISO/IEC C++ sowie Compiler von ANSI, ARM GCC, Green Hills, HP, IAR Systems, Intel, Marvell, Microsoft, PICC, QNX, Renesas, Texas Instruments sowie Wind River und andere. Die Lizensierung erfolg jährlich auf Basis der Anzahl der Zeilen des zu analysierenden Codes.

Verstärkte Präsenz im Europäischen Markt

Um den europäischen Markt besser bedienen zu können, hat Coverity eine erste Niederlassung in England gegründet und einen Vor-Ort-Support etabliert. Für Deutschland wurde als Systempartner die Firma Verifysoft Technologie ausgewählt.
Bis Ende 2009 wollen die Ableger der Standord University bereits 25% ihres Umsatzes in Europa machen, Ende 2012 sollen es 50 Mio. US-$ sein. Steven Machernis, Managing Director EMEA bei Coverity: „Insbesondere die Märkte Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Medical, Automotive und der Embedded-Markt allgemein bieten ein breites Einsatzspektrum für unsere Produkte. In Europa und im Mittleren Osten setzen schon heute 70 Softwareentwicklungsteams auf unsere Lösungen, darunter Schneider electric, Siemens, Symbian und Texas Instruments.“.
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