Internet-Geschichte

20 Jahre World Wide Web – ein Weg in 10 Etappen

30.04.13 | Redakteur: Franz Graser

(Bild: Cern)

Vor genau 20 Jahren schaltete Tim Berners-Lee am Kernforschungszentrum CERN in Genf das World Wide Web für die Weltöffentlichkeit frei. In diesen 20 Jahren erlebte das Web einen Siegeszug ohne Beispiel – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Der Schöpfer – Tim Berners-Lee

Tim Berners-Lee, der Schöpfer des World Wide Web.
Tim Berners-Lee, der Schöpfer des World Wide Web. (Bild: Wikimedia Commons/SilvioTanaka)

Der gebürtige Londoner Tim Berners-Lee hatte eigentlich im Sinn, ein System zu schaffen, mit dem sich Forscher und Wissenschaftler weltweit austauschen können. Schon 1980, als er als technischer Dienstleister am Kernforschungszentrum CERN tätig war, schlug er eine Lösung vor, die auf dem Hypertext-Prinzip basierte – verschiedene Texte sollten untereinander durch Hyperlinks verbunden sein.

In großen Lexika gab es ja schon lange Verweise zwischen einzelnen Lexikonartikeln. der Vorteil eines Hyperlinks war jedoch, dass man augenblicklich zum referenzierten Artikel springen konnte, ohne manuell blättern zu müssen. Damals entwickelte er bereits ein Hypertext-System namens Enquire.

Als Berners-Lee 1984 ans CERN zurückkehrte, verfolgte er seine Idee weiter. Der geniale Wurf des Briten war es, die Hypertext-Idee mit der bereits existierenden Technik des Internet zu koppeln – denn das Transmission Control Protocol (TCP) und das Domänen-Namenssystem des Internet existierten bereits.

Was noch fehlte, war ein einfacher Standard, wie man Inhalte für dieses angedachte Informationsnetzwerk aufbereiten konnte. Berners-Lee orientierte sich an der Auszeichnungssprache Standard Generalized Markup Language, die in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt worden war, und spezifizierte in Anlehnung daran HTML, die Hypertext Markup Language.

Die in HTML definierten Markierungen – sogenannte Tags – bestimmen die Formatierung von Textinhalten und erlauben auch das Einbetten von Multimedia-Inhalten wie Bildern und Sounddateien. Ein spezielles Programm – der sogenannte Browser – übernimmt die Wiedergabe der in HTML formatierten Informationen. Diesen ersten Browser programmierte Berners-Lee auf einer NeXT-Maschine, die zugleich als erster Webserver dienen sollte.

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